Förtschwind
Kerwa-Bus

Ein Kerwa-Bus fährt nach Förtschwind

Um ihre Kirchweih noch attraktiver zu machen, gehen die Förtschwinder neue Wege, beziehungsweise fahren sie.
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Jenny Woiton freut sich schon auf den Kerwa-Bus, der viele Leute nach Förtschwind bringen soll.  Foto: Karina Brock
Jenny Woiton freut sich schon auf den Kerwa-Bus, der viele Leute nach Förtschwind bringen soll. Foto: Karina Brock

So lange hat wohl noch nie jemand von Jungenhofen nach Förtschwind gebraucht - nicht mal zu Fuß: Anderthalb Stunden etwa wird der Kerwa-Bus der Förtschwinder Kerwa-Freunde am Samstag unterwegs sein, um feierhungrige Gäste aus den umliegenden Dörfern zur Kirchweih zu bringen.

"Wir haben uns das ein bisschen von Adelsdorf abgeschaut", erklärt Jenny Woiton vom Organisationsteam. Dort bietet die Gemeinde einen Shuttlebus für ihre Ortsteile an. "Wir wollen damit den umliegenden Dörfern den Anschluss an unser Fest erleichtern." Man kenne sich ja und treffe sich immer auf den Festen in den jeweiligen Orten. Diese Gemeinschaft sei toll und solle möglichst erhalten bleiben.

Das Problem sei aber oft der Heimweg: auf der Landstraße, bei Nacht, die Kerwa-Heimkehrer sind meist nicht mehr ganz nüchtern. "Das ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad nicht ungefährlich - und Radwege gibt es bei uns ja keine."

Mehr Sicherheit für die Gäste

So entstand die Idee zum Kerwa-Bus. "Wir wollen, dass die Leute sicher hin und heim kommen - und natürlich hoffen wir, dass wir so den einen oder anderen Besucher mehr anlocken können." Schließlich ist am Wochenende nicht nur in Fört schwind ein Fest und andere Ortschaften sind zum Teil besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. "Wir sind ein bisschen abgeschieden hier draußen und hoffen, dass der Bus das wettmacht."

Gechartert wird der Bus vom Greuther Unternehmen Brehm. Die Familie war sofort begeistert von der Idee. "Wir fanden den Vorschlag super. Und da man sich schon ewig kennt, haben wir auch einen guten Preis gemacht", sagt Edith Brehm und lacht. Fahren wird wahrscheinlich der Chef persönlich, ob es ein Reise- oder Linienbus wird, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall stehen mindestens 50 Sitzplätze zur Verfügung.

Mit dabei ist auch eine "Reiseleitung" von den Kerwa-Freunden. Die Gäste sollen schließlich bei Laune gehalten werden. "Gerade die aus Jungenhofen oder Schnaid sitzen ja recht lange im Bus", so Woiton. Das liegt zum einen daran, dass die Organisatoren möglichst viele Ortschaften einbeziehen wollten, zum anderen an den derzeitigen Baustellen überall. "Das ist echt eine Katastrophe!", findet Edith Brehm.

Zur Überbrückung gibt es für jeden Fahrgast ein kleines Begrüßungsschnäpschen und vielleicht wird es auf der Fahrt sogar Getränke zu kaufen geben. Aber: Die Busfahrt selbst ist kostenlos. Die Kosten übernehmen die Kerwa-Freunde. Auf Anfrage ermöglichen sie es sogar, dass größere Gruppen (15 oder mehr Personen) außerhalb der vom Kerwa-Bus angefahrenen Stationen abgeholt werden. "Die sollen sich einfach bei mir melden", sagt Woiton. Sollte das Angebot gut angenommen werden, wollen es Woiton und ihre Mitstreiter beibehalten - möglicherweise in abgespeckter oder aufgestockter Form. "Wir müssen halt sehen, wie es läuft, noch können wir es überhaupt nicht abschätzen." So könnte es die längsten 3,5 Kilometer des Landkreises auch im nächsten Jahr wieder geben.

Der Fahrplan:

Jungenhofen, Kapelle 18.30

Schnaid, Dorfplatz 18.35

Hallerndorf, Lieberthkeller 18.40

Stierbarlimbach, Bushaltestelle 18.45

Willersdorf, Kirche 18.55

Haid, Feuerwehrhaus 19.00

Lauf, Gemeinschaftshaus 19.05

Uttstadt, Dorfkreuzung 19.10

Adelsdorf, Marktplatz 19.20

Aisch, Kirche 19.25

Schweinbach, Spielplatz 19.35

Zentbechhofen, Kreuzung Friedel 19.45

Greuth, Bushaltestelle 19.50

Ankunft am Festzelt Förtschwind ca. 20 Uhr

Rückfahrt ab Förtschwind gegen 1:30 Uhr

Bus-Hotline: 0157/735 010 10 (Jenny Woiton)



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