Oberreichenbach
Senioren-Union

Ein flammendes Plädoyer für Europa und gegen den Populismus

Die Senioren-Union im Landkreis bestätigte ihre Vorstandschaft und hörte die Schwerpunkte des Europakandidaten Konrad Körner.
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Die neugewählte Vorstandschaft der Senioren-Union mit Konrad Körner (links)  Foto: Richard Sänger
Die neugewählte Vorstandschaft der Senioren-Union mit Konrad Körner (links) Foto: Richard Sänger
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Im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Kreisverbandes der CSU-Senioren-Union stand neben den Berichten und den Neuwahlen der Kreisvorstandschaft ein flammendes Plädoyer für Europa des Herzogenauracher Stadtrates und Bezirksvorsitzenden der Jungen Union (JU), Konrad Körner, auf der Tagesordnung.

Mit dem Spitzenkandidaten Manfred Weber habe die CSU die historische Gelegenheit, dass erstmals ein Bayer den Kommissionspräsidenten stellen könne. Ein Amt, das die Chance biete, Europa in eine gute Zukunft zu führen, schickte Konrad Körner, der für die CSU auf Platz 11 bei der Europawahl ins Rennen geht, seiner Ansprache voraus.

So sei Europa für freie Märkte, eine stabile Währung, sichere Außengrenzen und hohe Standards von existenzieller Bedeutung. "Deshalb geht es im Mai um eine europäische Richtungsentscheidung", sagte Körner, wo "der mehr werdenden Zustimmung zu Radikalen von rechts und links Einhalt geboten" werden müsse. Die zentrale Zielsetzung sei, eine Mehrheit der Nationalisten im Europaparlament abzuwehren und damit Europa als Integrationsgemeinschaft "unserer Werte und unserer Interessenvertretung in der Welt zu erhalten", denn nie sei die Integration in Europa so nötig gewesen wie heute. Und weiter: "Aber noch nie war diese Integration so hoch in Gefahr!"

Wertegemeinschaft

Auch gehe es bei der EU nicht nur um Bürokratie, sondern um eine Wertegemeinschaft und um kulturelle Verbindungen. "In den letzten Jahren hat kein anderes Land so viel von Europa profitiert wie Deutschland", meinte der Bezirksvorsitzende der Jungen Union Mittelfranken. Es müsse der europäischen Union aber auch klar sein, "dass der Rest der Welt nicht schläft" und nur eine gute Politik sowie starke Firmen mit ihren Arbeitsplätzen unerlässlich seien, denn es gehe um die Zukunft jedes Einzelnen und um den Erhalt des wirtschaftlichen und sozialen Wohlergehens. "Unsere Errungenschaften sind keine Selbstverständlichkeit", erklärte Körner.

Auch müssen sich die europäischen Staaten eine starke Macht, insbesondere gegen die neue Seidenstraße bilden, denn China nehme es mit den internationalen Regeln wie Umwelt- und Sozialstandards nicht so genau. Denn die Seidenstraße habe das Potenzial, die Weltwirtschaft insgesamt zu stimulieren.

"Wir alle wollen und brauchen Europa, also müssen wir auch zur Wahl gehen". Weiter sah Körner in einer hohen Wahlbeteiligung eine Chance für mehr Demokratie im Europaparlament. "Dabei ist nicht die Europäische Union das Problem, sondern das Problem ist die Politik der vergangenen 20 Jahre. Europa muss sich seines Gründungsversprechens wieder bewusst werden. Es steht für Frieden, Wohlstand, sozialen Fortschritt und den gemeinsamen Kampf gegen Armut."

Wie Körner abschließend erklärte, komme es Ende Mai darauf an, die Menschen zu mobilisieren, damit sie ihre Stimme für ein starkes Europa abgeben. "Wir entscheiden über die Zukunft unseres Kontinents. Es geht um die Frage, ob Populisten die Grundidee Europas erschüttern oder ob die Menschen Ja zu Europa sagen."

Die einstimmig wiedergewählte Kreisvorsitzende Gudrun Müller erinnerte in ihrem Rechenschaftsbericht an eine Reihe von Aktivitäten des letzten Jahres, wie zum Beispiel die Fahrten und Studienreisen.

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