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Herzogenaurach
Förderung

Ein Anreiz, Bäume zu pflanzen

Für Baumpflanzungen im eigenen Garten bekommen die Herzogenauracher Bürger künftig Geld von der Stadt.
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Bäume versprechen Lebensqualität  Bernhard Panzer
Bäume versprechen Lebensqualität Bernhard Panzer

Wer einen Baum in seinem Garten vor dem Haus pflanzt, oder auch zwei, soll dafür künftig belohnt werden. Und zwar durch einen finanziellen Zuschuss durch die Stadt. Sie will die Hälfte der Kosten tragen, jedoch höchstens 400 Euro pro Baum und Jahr. Maximal sind pro Grundstück und Antragsteller zwei Bäume im Kalenderjahr möglich.

Diesem Vorschlag der Verwaltung folgte der Planungsausschuss jetzt mit einem einstimmigen Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat. Der befasst sich am Donnerstag, 20. Februar, damit. Die Förderung wird ermöglicht durch die Aufnahme eines Bausteines "Baumpflanzungen" in das Programm zur -Minderung im Gebäudebereich. Das Fördervolumen wird auf 10 000 Euro gedeckelt.

Pflanzungen außerhalb des eigenen Grundstücks, also beispielsweise außerhalb der Ortschaft auf einer Streuobstwiese, werden nicht gefördert. Ebenso sind diejenigen Bäume ausgenommen, deren Pflanzung via Bebauungsplan ohnehin vorgeschrieben sind. Sind beispielsweise zwei Bäume Pflicht, dann wird erst der dritte bezuschusst.

In der Begründung für den Beschlussvorschlag heißt es unter anderem: "Bäume sind von großer Bedeutung für das Klima und die Lebensqualität in unserer Stadt, denn sie spenden Schatten, reduzieren die sommerliche Hitze und filtern Staub aus der Luft. Bäume bieten Vögeln, Insekten und anderen Tierarten wertvollen Lebensraum und leisten aufgrund ihrer -Speicherung einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz." Durch die Förderung von Baumpflanzungen solle "ein weiterer Anreiz zur Durchgrünung von Privatgrundstücken geschaffen werden".

Liste hat sich bewährt

Wie die städtische Umweltschutzbeauftragte Monika Preinl in der Sitzung ausführte, werden alle Bäume gefördert, die auf der Pflanzliste der Stadt stehen. Diese habe sich seit vielen Jahren bewährt und umfasse kleine wie große Bäume. Wer noch Fragen hat und eine Beratung wünsche, "der bekommt sie auch", sagte Preinl. Man kann sich also gerne an die Stadt wenden.

Einwirken auf die Auswahl der Bäume dürfe die Stadt aber nicht, merkte Wolfgang Mehler (SPD) an. Das müsse man schon den Privatleuten respektive ihren Gärtnern überlassen.

Retta Müller-Schimmel von den Grünen drückte da allerdings ihre Sorge um die Bäume aus. "Ein Baum ist ein Lebewesen", sagte sie. Der Pflanzort müsse schon so gewählt werden, dass er sicher sei und der Baum nicht später gefällt werde. Sie wünschte sich daher, dass die Stadt den Bürgern auch eine Standort-Beschreibung an die Hand geben möge.

Da allerdings griff Bürgermeister German Hacker (SPD) ein. Das müsse schon individuell gestaltet werden, man sollte nicht alles vorschreiben.

Franz-Josef Lang (CSU) begrüßte die Bezuschussung, denn ein Baum sei schließlich etwas Bedeutendes. Eigentlich aber sollte es selbstverständlich sein, also auch wenn es keinen Zuschuss gäbe, dass die Menschen auf die Idee kommen, einen Baum zu pflanzen.

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