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Höchstadt a. d. Aisch
Altes Rathaus

Drei Storchenbabys in Höchstadt haben den Starkregen nicht überlebt

Das neue Nest auf dem Alten Rathaus in Höchstadt ist bei den heftigen Niederschlägen heruntergestürzt. Die Jungstörche sind dabei gestorben.
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Die Webcam des Storchenvaters Edmund Lenz in Höchstadt zeigt das Hauptnest auf dem Turm des Alten Rathauses. Es hielt dem Regen stand. Das andere Nest allerdings fiel herab. Drei Jungstörche sind gestorben. Foto: Storchencam Höchstadt
Die Webcam des Storchenvaters Edmund Lenz in Höchstadt zeigt das Hauptnest auf dem Turm des Alten Rathauses. Es hielt dem Regen stand. Das andere Nest allerdings fiel herab. Drei Jungstörche sind gestorben. Foto: Storchencam Höchstadt
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Erst kürzlich meldete der Höchstadter Storchenvater Edmund Lenz, dass vier der fünf Jungstörche im Nest auf dem Alten Rathaus in Höchstadt nicht überlebt haben. Lenz vermutet, dass die Storchenkinder eine Infektion hatten.

Der Starkregen der vergangenen Tage hat nun drei weiteren Jungstörchen das Leben gekostet. Das zweite Nest auf dem Alten Rathaus stürzte samt Brut herab. Gestern saßen die Storcheneltern auf dem Dach, klapperten und äugten nach unten auf den Haufen Äste.

Eine Nachbarin habe das ganze beobachtet und ihn sofort alarmiert, sagt Lenz. Er sei gleich mit dem Bauhof angerückt, habe das Drama gesehen und die drei toten Jungstörche weggebracht.

Sie seien vor etwa dreieinhalb Wochen geschlüpft. Noch etwa fünf Wochen und die Kleinen wären losgeflogen. Das Nest hatten ihre Storcheneltern erstmals und sehr wagemutig auf einen Sims, direkt neben das andere Nest auf der Turmspitze gebaut. Es sei sehr wackelig gewesen. "Aber wenn es nicht so stark geregnet hätte, hätte es wohl gehalten", so Lenz.

Er habe das neue Nest beobachtet. "Da uns bewusst war, dass das Nest abstürzen könnte, haben wir den Bereich unten mit Bauzäunen abgesichert." Ein Abstützen des wackeligen Nests sei nicht ratsam gewesen, so Lenz. Durch den menschlichen Eingriff wäre das Risiko groß gewesen, dass die Storcheneltern ihre Brut aufgeben. Nach dem Tod der vielen Storchenbabys am Alten Rathaus hoffen Lenz und viele Höchstadter nun, dass wenigstens der übrig gebliebene Jungstorch im Turmnest überlebt.