Höchstadt a. d. Aisch

Dirtbiker der Höchstadter Realschule wollen mit anpacken

Die Mountainbike-Gruppe der Höchstadter Realschule hat Pläne für eine Strecke am Hochbehälter fertig.
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Die Mountainbike-Gruppe der Höchstadter Realschule freut sich schon darauf, das Gelände am Hochbehälter  modellieren zu können.    Foto: Andreas Dorsch
Die Mountainbike-Gruppe der Höchstadter Realschule freut sich schon darauf, das Gelände am Hochbehälter modellieren zu können. Foto: Andreas Dorsch
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Schon seit Jahren läuft in Höchstadt die Suche nach einem Gelände für eine Dirtbike-Strecke, einem Parcours mit Sprunghügeln, Steilkurven und Wellenbahnen, auf denen sich Radler austoben können. Nachdem bereits zwei Flächen an wasserrechtlichen Hürden gescheitert waren, zeichnet sich jetzt ein Standort ab, auf dem das gelingen könnte.

Der ehemalige Bolzplatz neben dem Hochbehälter ganz oben am Treibweg soll zum Mekka der Dirtbike-Fans aus Höchstadt und Umgebung ummodelliert werden. Dabei kann die Stadt auf willkommene Mithilfe setzen: die Mountainbike-Gruppe der Höchstadter Realschule will sich nicht nur aktiv in die Modellierung des Geländes mit einbringen, unter Federführung von Peter Marschall hat sie auch die Pläne für die Dirtbike-Strecke gefertigt. Marschall ist Lehrer für Mathe und Sport und leitet die Mountainbike AG, ein Projekt der neunten Klassen.

Zusammen mit 28 Schülern will er einen Park entstehen lassen, den die radbegeisterten Realschüler dann ebenso nutzen können wie alle anderen jüngeren und älteren Semester. Marschall und seine Mountainbiker finden das Gelände am Hochbehälter für ihre Zwecke "gigantisch". Von einem höheren Starthügel aus soll es über Schanzen, größere und kleinere Wellenbahnen und durch Steilkurven gehen.

Feinschliff wird übernommen

Die Stadt müsste nur die Erdhügel aufschütten und mit schwerem Gerät grob in Form bringen. Den Feinschliff wollen dann die Realschüler in einer Projektwoche besorgen. Freuen würden sie sich, wenn die Strecke am Ende noch mit einer Schicht Brechsand überzogen werden könnte, um die einzelnen Elemente fester und widerstandsfähiger zu machen. "Wir wollen hier etwas Nachhaltiges schaffen", sagt Lehrer Marschall.

Die Jungs - und auch einige Mädchen - der Mountainbike-Gruppe sind von dieser Art des Fahrradfahrens begeistert. Es ist der Reiz am Springen, der sie lockt. Gefordert sind dabei eine gute Körperbeherrschung und auch eine Portion Mut. Angst vor Stürzen haben sie weniger.

Dass die Schüler ihre Sportgeräte - von denen übrigens 15 die Schule stellen kann - beherrschen, haben sie erst im vergangenen Herbst bewiesen, als zwei Teams der Höchstadter Realschule bei den Deutschen Schulsportmeisterschaften im Mountainbike in Berlin am Start waren.

Für den Bau der Dirtbike-Strecke gab der Stadtrat am Montagabend übrigens grünes Licht.

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