Laden...
Höchstadt
Leseförderung

Die Stimme erweckt den Text zum Leben

Johanna Lisch hat den Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen am Höchstadter Gymnasium gewonnen und fährt zum Kreisentscheid. Im Schulfinale trugen fünf Mädchen eine Passage aus ihrem Lieblingsbuch vor.
Artikel drucken Artikel einbetten
Siegerin Johanna Lisch (vorne) präsentiert ihre Urkunde, die sie zum Weitermachen auf Kreisebene qualifiziert. Im Bild von links: Lydia von Seck, Katharina Lösch, Betreuerin Alice Grimm, Julia Geyer und Sophia Ludäscher Foto: Evi Seeger
Siegerin Johanna Lisch (vorne) präsentiert ihre Urkunde, die sie zum Weitermachen auf Kreisebene qualifiziert. Im Bild von links: Lydia von Seck, Katharina Lösch, Betreuerin Alice Grimm, Julia Geyer und Sophia Ludäscher Foto: Evi Seeger
Die "Fünf Freunde" brachten Johanna Lisch Glück. Mit ihrem Lieblingsbuch "Das doppelte Spiel" aus der Enid-Blyton-Serie wurde die elfjährige Gymnasiastin aus Höchstadt Schulsiegerin beim diesjährigen Vorlesewettbewerb des Gymnasiums. Damit hat sie sich für den Wettbewerb auf Kreisebene qualifiziert und kann - wenn alles gut läuft - auf Bezirks-, oder sogar auf Landesebene mitmischen. In Johannas Lieblingsbuch ersteigert George (Georgina), die Protagonistin, auf dem Flughafen einen Koffer. Darin befinden sich neben einem gefälschten Reisepass auch in ein Hemd eingenähte Edelsteine. Für die fünf Freunde beginnt ein neues Abenteuer.


Heuer nur Mädchen

Wie von Alice Grimm, Fachbetreuerin Deutsch am Höchstadter Gymnasium, zu erfahren war, waren die Finalisten der Vorjahre meist eine gemischte Gruppe aus Jungs und Mädchen.
In diesem Jahr haben es fünf Mädchen mit ihren Lieblingsbüchern in die Endrunde dieses traditionellen Wettbewerbs des Deutschen Buchhandels geschafft: Sophia Ludäscher ("Die wilden Küken" von Thomas Schmid), Julia Geyer ("Carlotta - Film ab im Internat" von Dagmar Hoßfeld), Katharina Lösch ("Das Reich der Finsternis" von Ulrike Schweikert), Lydia von Seck ("Falsche Beute" von Werner Raith) und eben Johanna Lisch, die Siegerin der Endrunde.

Bundesweit beteiligen sich an dem Vorlesewettbewerb, den Erich Kästner im Jahr 1959 mitbegründet hat, rund 580.000 Schüler der sechsten Klasse aus mehr als 7200 Schulen. Auch am Höchstadter Gymnasium hat dieser Wettbewerb bereits Tradition.


Schüler sind das Publikum

Für Betreuerin Alice Grimm ist Lesen "die grundlegende Kulturtechnik" und der Vorlesewettbewerb "ein Element der Leseförderung". Im Rahmen des Wettbewerbs werden zunächst aus den fünf sechsten Klassen je zwei Klassensieger ermittelt.

Die zehn Schüler treten dann zuerst mit bekannten, geübten Texten aus ihren Lieblingsbüchern und danach mit einem unbekannten Text ("Norden ist, wo oben ist" von Rüdiger Bertram) vor Jury und Zuhörer. Das "Publikum" bilden Schüler aus verschiedenen Klassen, die dadurch nicht nur in den Genuss kommen, zuhören zu dürfen, sondern auch neue Bücher vorgestellt bekommen.

Die Jury wurde von drei Schülern der Oberstufe zusammen mit der Vorjahressiegerin und drei Deutschlehrerinnen - Christine Ortwein, Julia Brehm, Andrea Löblein - gebildet. Bewertungskriterien sind unter anderem die Lesetechnik, die Textgestaltung und das Textverständnis. Insbesondere geht es bei dem Wettbewerb darum, einen Text allein mit der Stimme als Ausdrucksmittel zum Leben zu erwecken und damit die Zuhörer zu erreichen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren