Herzogenaurach
Tag der Erde

Die Natur im Blick beim neunten Earth Day

Zwei Tage lang stehen die einzelnen Veranstaltungen unter dem Motto "Natur pur". 500 Grundschüler nehmen an vielen Workshops teil.
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Imker Hans Mages lässt die Schüler fühlen, wie warm es hinter der Glasscheibe ist.  Fotos: Bernhard Panzer
Imker Hans Mages lässt die Schüler fühlen, wie warm es hinter der Glasscheibe ist. Fotos: Bernhard Panzer
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Zum zweiten Mal steht der Earth Day in Herzogenaurach, den es seit dem Jahr 2011 gibt, unter dem Motto "Natur pur". Der Earth Day ist als "symbolischer Tag unserer Erde gewidmet", berichtet Monika Preinl, die Umweltbeauftragte der Stadt Herzogenaurach. Mit dem Fokus auf die Natur soll vor allem in Zeiten des Insektensterbens und Klimawandels ein Bewusstsein für die Schönheit und Bedeutung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt geschaffen werden, verdeutlicht Preinl.

Die Aktion findet zum neunten Mal in Zusammenarbeit mit Herzogenauracher Firmen statt. An zwei Vormittagen beteiligen sich rund 500 Schüler der zweiten bis vierten Jahrgangsstufe aus drei Herzogenauracher Grundschulen. Gestern Nachmittag gab es zusätzlich noch eine offizielle Veranstaltung. Hierzu hatte der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber sein Kommen zugesagt (Bericht folgt.)

Rund 20 Workshops waren von einer Projektgruppe für die Kinder vorbereitet worden, unter anderem auch das Kennenlernen der Bienen am Zeidlerhaus auf dem Firmengelände von Adidas. Dessen Umweltmanager Bernd Gräßer begleitete diese Aktion, bei der der Nürnberger Imker Hans Mages Schülern aus der dritten Klasse am Mittwoch alles Wissenswerte rund um die nützlichen und umhegten Insekten erläuterte. Schon die Vorbereitung sämtlicher Workshops hätten für die Organisatoren viel Arbeit verursacht, berichtet Gräßer. Aber genau das sei auch wichtig: Die Kinder müssten die Welt und Umwelt verstehen, es gehe um die zukünftige Generation.

Thema Nachhaltigkeit

Gräßer ist bei Adidas in der Abteilung Global Workplaces dafür verantwortlich, dass die Standorte und Shops weltweit so nachhaltig wie möglich agieren, sagte er. Bei den drei Streifen ist das unter dem Begriff "Green Company" zusammengefasst.

Drei Mal wolle man beim Earth Day den Fokus auf "Natur pur" legen, erläuterte der Umweltmanager. Das habe sich nach der "überragenden Resonanz" des letzten Jahres so ergeben. Somit bekommen dann auch die Zweitklässler der ersten Jahres die Chance, alle Workshops zu durchlaufen.

Für Gräßer sind die Unternehmen näher am "Puls der Zeit" als die Politik. Denn das Verhalten der Wirtschaft sei für den Konsumenten wichtig. Den Anspruch der Nachhaltigkeit müsse man mit Glaubwürdigkeit angehen.

Weitere Aktionen für die Schüler gibt es heute noch unter anderem im Klosterwald (mit Försterin Heike Grumann), auf einer Streuobstwiese (mit der Naturpädagogin Martina Widuch), am Bimbach in Haundorf (mit dem Biologen Paul Heidner) und auf Spuren von Meister Adebar (mit der Naturpädagogin Kristina Walter).

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