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Obermembach
Kirchweih

Die Membacher tanzten zur Kerwa um den Baum

Als krönender Abschluss der Untermembacher Kirchweih stand am Montagabend das "Maien rausdanzn" auf dem Programm. Zwölf Paare aus den drei Membach-Orten nahmen daran teil.
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Zwölf Paare beteiligten sich am "Maien rausdanzn". Foto: Manfred Welker
Zwölf Paare beteiligten sich am "Maien rausdanzn". Foto: Manfred Welker
Glücklicherweise spielte am Montag auch das Wetter mit, so dass das Raustanzen trocken über die Bühne ging. Ein Kerwaslied lautete daher: "Ich glaab, dass dem Herrgott unser Kerwa gfällt, drum hat er beim Petrus a scheens Wetter bestellt!" Nach 18 Uhr zogen die Ortsburschen vom Festplatz mit Unterstützung der Musik in das Dorf, um dort ihre Tanzpartnerinnen abzuholen. An der Spitze wurde der Weidenbuschen vorangetragen, der von den Mädchen mit bunten Bändern geschmückt wurde. Erst am Treffpunkt erhielten die Ortsburschen die geschmückten Schürzen von ihren Tanzpartnerinnen umgelegt.

Zurück am Festplatz konnten die Paare den Kirchweihbaum umrunden. Auf einem Tisch befand sich unter einem Tuch der Wecker, der zu einer unvorhersehbaren Zeit laut schellen würde. Wer den Buschen gerade in Händen hielt, der musste auch ein Kirchweihlied zum besten geben. Dazu wurde gelegentlich ein kleiner Spickzettel zu Hilfe genommen. Dabei hielten die Paare vor allem ihr "Memba" hoch oder spielten auf Ereignisse des vergangenen Jahres an.

Theatralischer Bieranstich des Bürgermeisters


Der theatralisch gestaltete Bieranstich von Bürgermeister Horst Rehder war ein Thema: "In Rehders Horst sei Passion is die Schauspielerei, des hebt'n auf der Kerwa und a in der Partei." Auch der Nachbarort Heßdorf wurde thematisiert: "Die Heßdorfer Berschli, die sen recht naiv, die stellen an Baum auf, der is krumm und schief." Auch familiäre Verhältnisse waren ein Thema: "Und wenn mir an Bruder hätten, dann wärns der Hofmann vier, die macherdn bei der Kerwa mit, da langert ned is Bier."

Der Buschen wurde dann nach jeder Runde an das nächste Paar weitergereicht. Die zwölf Paare umrundeten auf diese Weise den Kerwasbaum bis zum befürchteten oder auch ersehnten Klingeln des Weckers. Es gewann David Nagel mit seiner Partnerin Sarah Schonath. Die Erleichterung stand einigen der anderen Mitwirkenden direkt ins Gesicht geschrieben. Denn nach altem Brauch muss der Sieger beim Raustanzen die Mitwirkenden aushalten, was allerdings erst in einiger Zeit der Fall sein wird. Nach diesen Anstrengungen zogen die Paare dann in das Festzelt, wo David und Sarah gemeinsam ihre Tanzkünste vor dem Publikum zum Besten gaben.

Programm lief ganz nach Plan


Die Oberortsburschen Marco Nagel und Benjamin Hofmann hatte zusammen mit den Ortsburschen die Organisation der ganzen Kirchweih übernommen. Mit großer Genugtuung blickten sie auf die gelungenen Veranstaltungen zurück. "Alle Programmpunkte verliefen wie geplant. Vor allem gelang es keinen Burschen aus den umliegenden Ortschaften, den Kirchweihbaum zu schälen. Da passen wir schon auf."

Zum Kirchweihausklang spielte der "Sound Express" und sorgte für ein vollbesetztes Kirchweihzelt. Aber nur durch den guten Zusammenhalt der drei Membach-Dörfer war die Feier einer derart großen Kirchweih möglich. Die Gäste lohnten das Engagement der Kirchweihburschen auch mit einem guten Besuch im Festzelt der Familie Noppenberger. Vor allem gebackene Karpfen verließen in großer Anzahl die Küche und fanden guten Anklang. Außerdem haben die Membacher Ortsburschen in diesem Jahr eine Website gestaltet. Unter www.membacher.de können die Ereignisse der Kerwa abgerufen werden.


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