Herzogenaurach
Nahverkehr

Die künftigen Stadtbusse: silbern und sportlich?

Das neue Stadtbuskonzept kann bald ausgeschrieben werden.In einem Strategiepapier sind alle Details festgehalten. Vorgesehene Inbetriebnahme: Oktober 2021.
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Usain Bolt und Lionel Messi grüßen vom Bus, Frank Dassler (Chefjustiziar bei Adidas) und Dietmar Knöß (Personaldirektor bei Puma) freuen sichgemeinsam mit Bürgermeister German Hacker (v.l.) über eine gemeinsame Aktion für den Sportstandort Herzogenaurach. Das, was im November 2011 vorgestellt wurde, könnte sich auch bei den neuen Bussen durchaus wiederholen, meinte der Bürgermeister.  Foto: Bernhard Panzer (Archiv)
Usain Bolt und Lionel Messi grüßen vom Bus, Frank Dassler (Chefjustiziar bei Adidas) und Dietmar Knöß (Personaldirektor bei Puma) freuen sichgemeinsam mit Bürgermeister German Hacker (v.l.) über eine gemeinsame Aktion für den Sportstandort Herzogenaurach. Das, was im November 2011 vorgestellt wurde, könnte sich auch bei den neuen Bussen durchaus wiederholen, meinte der Bürgermeister. Foto: Bernhard Panzer (Archiv)

Nur noch einmal in den Stadtrat, und dann kann das Startsignal für das neue Stadtbuskonzept der Stadt gegeben werden. Wenn der Stadtrat am 17. Juli der Empfehlung des Planungsausschusses folgt, dann kann die Stadtverwaltung die Ausschreibung vorbereiten und das neue System auf den Weg bringen.

Der Planungsausschuss hat einstimmig einem Strategiepapier zugestimmt, in dem die Inhalte des neuen Konzepts, das in den vergangenen Monaten vorgeschlagen und beschlossen wurde, geregelt und bis ins kleinste Detail aufgeführt sind. Die Stadt hofft, nach der Ausschreibung im Herbst 2020 den Zuschlag erteilen zu können, so dass der erste Bus dann im Oktober 2021 rollen kann.

Wie diese Busse aussehen sollen - es werden sechs fahren und als siebtes Fahrzeug ein Ersatzbus benötigt - hat man sich auch schon überlegt. Man will damit, wie auch schon beim jetzigen Modell, nicht der Gestaltung des VGN folgen. Der setzt weiße Busse mit, je nach Gebiet, verschiedenfarbigen Streifen ein. Das sind aber Regionalbusse, sagte Bürgermeister German Hacker (SPD), und von denen möchte sich die Stadt mit ihren eigenen Bussen auch künftig optisch absetzen. Also sollen sie eine "silbergraue Leinwand" haben, auf der dann auch wieder Bilder aufgebracht werden können, sagte Hacker.

So wie schon jetzt bei den Sportbussen, die im November 2011 zusammen mit Adidas und Puma vorgestellt wurden. Es war eine Zusammenarbeit der beiden Rivalen, ein gemeinsamer Auftritt, ermöglicht durch die Stadt, quasi als gemeinsame Heimat.

Wiedererkennungswert

Damals berichtete der FT: "Adidas und Puma ziehen an einem Strang und demonstrieren ihre Verbundenheit.Was früher undenkbar war, wird auf den neuen Stadtbussen plakativ umgesetzt." Die Überschrift lautete: "Freie Fahrt für die Freundschaft."

Gut denkbar, dass die beiden Firmen sich auch auf den künftigen neuen Stadtbussen verewigen, sagte Hacker eher nebenbei. Denn bis dahin sind es noch viele Monate, verhandelt wird dann gegebenenfalls später. Jedenfalls "würden wir gerne den Aufdruck beibehalten. Das hat Wiedererkennungswert."

In der Sitzung am Mittwoch wurden auch andere Dinge angesprochen, die wichtig erscheinen. Wlan zum Beispiel: Das müsse es in den Fahrzeugen unbedingt geben, wurde gefordert. Martin Meßmer von den Herzo Werken bejahte das, sagte aber auch, dass man dem Betreiber nicht vorschreiben könne, welchen Anbieter er nehmen muss. Es müsse also nicht zwingend die Herzo Media sein, wenngleich das wahrscheinlich sei. Letztlich sei ein Wlan in den Bussen "ein schönes Benefiz und ganz nett, es zu haben", ergänzte er. Aber entscheidend sei so ein Angebot freilich nicht. Bürgermeister Hacker mochte sich da eine sarkastische Anmerkung nicht verkneifen: "Wlan ist die beste Prävention gegen Vandalismus."

Planerin Natalie Schneider von der Firma planmobil stand in der Sitzung Rede und Antwort und wird auch wieder zum Beschluss im Stadtrat dabei sein. Sie antwortete auch auf die Frage, ob es denn bei einer Vertragsdauer mit der künftigen Firma von immerhin zehn Jahren nicht möglich wäre, die Elektromobilität vorzuschreiben. Renate Schroff (SPD) merkte an, sie habe schon die erste Ausschreibung für die Stadtbusse miterlebt. In zehn Jahren bis heute sei leider nicht viel geschehen, was alternative Antriebsformen angeht. Das müsse sie schon mit einer"gewissen Frustration" akzeptieren. Natalie Schneider versprach: "Wenn ich merke, dass es einen Markt gibt, werde ich als erstes bei Ihnen in Herzogenaurach anrufen."

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