Herzogenaurach
Sturmtief

Die Kraft des Windes: "Fabienne" stürmt in Herzogenaurach

"Fabienne" entwurzelte Bäume und sorgte für einen Stromausfall. Am Wiwaweiher wurde eine stattliche Weide gestutzt.
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Am Wiwaweiher in Herzogenaurach wurde eine Weide gestutzt.  Fotos: Bernhard Panzer, Michael Busch, Richard Sänger, Feuerwehr
Am Wiwaweiher in Herzogenaurach wurde eine Weide gestutzt. Fotos: Bernhard Panzer, Michael Busch, Richard Sänger, Feuerwehr
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Das Sturmtief Fabienne zog am Sonntag durch Herzogenaurach und die umliegenden Ortschaften. Wie die Polizei mitteilt, kam es zu mehreren Verkehrsbeeinträchtigungen durch umgestürzte Bäume, die Fahrbahnen versperrten.

Gefordert waren vor allem die Freiwilligen Feuerwehren. In Herzogenaurach waren Einsätze unter anderem in der Hans-Maier-Straße, Ansbacher Straße, auf dem Großparkplatz an der Schütt und in der Münchauracher Straße. Betroffen waren aber auch die Kreisstraße zwischen Falkendorf und Höfen, die Fürther Straße in Münchaurach, die Verbindungsstraße zwischen Unter- und Oberreichenbach, die Staatsstraße zwischen Heßdorf und Hannberg und die Staatsstraße zwischen Klebheim und Buch.

Personen- oder Sachschäden wurden der Polizei Herzogenaurach bislang nicht gemeldet.

In der Gemeinde Aurachtal wurde ein weitgehender Stromausfall gemeldet. In Herzogenaurach stürzte eine große Pappel um, die glücklicherweise auf eine städtische Freifläche fiel. Am Wiwaweiher wurde die Krone einer stattlichen Weide vom Sturm abgeknickt und stürzte zu Boden. Der Bereich wurde mit Absperrbändern gesichert.

Am Ufer der Aurach bei der Hessenmühle in Falkendorf fällte der Sturm eine mächtige Trauerweide, riss einen großen Ast aus einem Nussbaum und ließ weitere Bäume umstürzen. Die Bäume standen abseits von Gebäuden und richteten deshalb auch keinen Schaden an. In Möhrendorf wurde eine große Eiche entwurzelt, die mit der Baumkrone ein nahe gelegenes Wohnhaus traf. Hierbei war das THW aus Baiersdorf stundenlang beschäftigt.

Kreisbrandinspektor Stefan Brunner und Kreisbrandmeister Jens Hammerl aus Baiersdorf koordinierten die Einsätze. Auch Kreisbrandrat Matthias Rocca aus Herzogenaurach eilte nach Möhrendorf, da in diesem Bereich auch mehrere Dächer abgedeckt wurden, wie die Pressestelle der Kreisfeuerwehr berichtet.

Die Feuerwehr Herzogenaurach war bis 21 Uhr mit beiden Drehleitern im Einsatz. Die Bilanz der Auswirkungen von Orkan "Fabienne" lag laut Feuerwehr-Pressestelle bei weit über 100 Einsätzen, die bis Mitternacht abgearbeitet waren.

Das Sturmtief beschäftigte am Sonntagabend auch die Dechsendorfer Feuerwehr. Dramatisch hörte sich die erste Alarmierung an: Baum auf Campingwagen, Person eingeklemmt. Glücklicherweise war die Person "lediglich" eingesperrt, der Baum blockierte die Wohnwagentür. Dennoch hatte der Eingesperrte viel Glück. Der Baum hatte sich mit einem Ast in den Wagen gebohrt und den Mann nur knapp verpasst. Blass aber gesund war er nach kurzer Zeit aus seiner misslichen Lage befreit.

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