Reichmannsdorf
Gottesdienst

Die Kirche bleibt in Bewegung

Die Katholiken aus dem Seelsorgebereich "Maria im Dreifrankenland" trafen sich in Reichmannsdorf zu einem gemeinsamen Gottesdienst.
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Die Gläubigen beim Einzug in die Kirche Sankt SebastianEvi Seeger
Die Gläubigen beim Einzug in die Kirche Sankt SebastianEvi Seeger
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Sie machten sich auf den Weg. In unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Zu Fuß, mit dem Fahrrad und motorisiert. Die Christen des Seelsorgebereichs "Maria im Dreifrankenland", bestehend aus den Kuratien und Pfarreien Schlüsselfeld, Reichmannsdorf, Appenfelden, Elsendorf, Aschbach, Wachenroth, Geiselwind und Breitenlohe, trafen sich zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit dem Thema "Getauft und gesendet" in der Kirche Sankt Sebastian.

Der Schlüsselfelder Pfarrer Wolfgang Dettenthaler, zugleich vorsitzender Pfarrer des Seelsorgebereichs, leitete den Gottesdienst. Mit ihm am Altar feierten Pater Gabriel Ramos Valiente (Wachenroth), Pfarrvikar Joseph Kollathuparampil (Geiselwind), Diakon Hans Scherbaum (Aschbach) und Gemeindereferentin Petra Kleineisel. Unter den Klängen der Reichmannsdorfer Kirchenmusik zogen die Gläubigen in einem langen Zug ins Gotteshaus ein.

Veränderungen stehen an

"Kirche auf dem Weg" - nie hätte dieses Wort besser gepasst als in dieser Zeit der Veränderung. Dass die Kirche unterwegs ist, symbolisierten am Altar Fahrrad und Wanderstab mit Proviant.

Schon ab 1. September wird es den Seelsorgebereich "Maria im Dreifrankenland" in seiner jetzigen Struktur nicht mehr geben. Er wird in den neuen, viel größeren "Dreifrankenland im Steigerwald" eingehen. Pfarrer Wolfgang Dettenthaler sprach denn auch von einem "Abschiedsgottesdienst" für den bisherigen Pfarreienverbund.

Wehmut kam in der mit viel Symbolik gestalteten Feier jedoch nicht auf. Vielmehr stand die hoffnungsvolle Zuversicht im Raum, "diesen Weg unter der Führung des Heiligen Geistes gemeinsam zu gehen", wie Pfarrer Dettenthaler den Gläubigen zurief.

Dennoch stellte sich wohl nicht nur er, sondern auch manch einer unter den Gläubigen die Frage: "Wie wird es weitergehen?" Personell sei man derzeit gut gestellt, so Dettenthaler. Aber das werde nicht so bleiben. Wie Richard Simmet, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Wachenroth und Seelsorgebereichsvorsitzender mitteilte, sollen aber zumindest in der Übergangsphase bis 2022 alle bisherigen Gremien bestehen bleiben.

"Als Gesandte Jesu unterwegs"

In seiner Predigt legte Pfarrer Dettenthaler den Brief von Papst Franziskus an die deutschen Katholiken aus. "Getauft und gesendet", das Thema der Feier, war eine Rückbesinnung auf die Taufe und den damit verbundenen Auftrag. "Als Christen sind wir nicht in geheimer Mission, sondern ganz offiziell als Gesandte Jesu unterwegs", so Gemeindereferentin Petra Kleineisel. Als Zeichen dieser Sendung waren die Gemeindemitglieder zur Salbung eingeladen. Mit Öl wurde ihnen ein Kreuzzeichen in die Hand geschrieben.

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