Höchstadt a. d. Aisch
Betreuung

Die Höchstadter Kita-Landschaft wird bunter

Nachdem die Stadträte den Bau der neuen Kindertagesstätte in Zentbechhofen abgesegnet haben, tut sich auch etwas in Etzelskirchen: Dort soll eine weitere Kita entstehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die alten Räume der Kita Zentbechhofen haben ausgedient. Einstimmig hat der Stadtrat den Neubau besiegelt.Andreas Dorsch/Archiv
Die alten Räume der Kita Zentbechhofen haben ausgedient. Einstimmig hat der Stadtrat den Neubau besiegelt.Andreas Dorsch/Archiv

Das Kindergarten-Karussell in Höchstadt dreht sich rasant weiter. Während der Neubau der Kindertagesstätte in Zentbechhofen konkret wird, stehen bereits für eine weitere Kita Ideen im Raum. Demnach soll in Etzelskirchen eine neue Kindertagesstätte gebaut werden. Gespräche mit den Höchstadter Kita-Leitungen und eine Bedarfsanalyse der Firma Planwerk haben ergeben: Es werden weitere Betreuungsplätze benötigt, die vorhandenen Kindergärten können den Bedarf nicht mehr abdecken.

Der Bau einer weiteren Kita wird nötig. Dafür sucht die Stadt einen Träger. Die evangelische Kirchengemeinde Höchstadt erklärte, dass sie nicht als Träger zur Verfügung stehe, berichtet Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Auf Anfrage soll es dagegen von der Caritas grünes Licht gegeben haben. In nicht-öffentlicher Sitzung haben die Stadträte einstimmig beschlossen, dass die Caritas regio gGmbH Erlangen und die katholische Kirchenstiftung mit der Trägerschaft beauftragt werden, so Brehm.

Notfalls übernimmt die Stadt

Sollte es doch noch zu einem Rückzug des Angebotes kommen, würde die Stadt Höchstadt als Träger fungieren. "Wir sehen die Entscheidung schon als gegeben an", sagt Brehm. Dekan Kilian Kemmer berichtet auf Nachfrage, dass für die Trägerschaft hauptsächlich die Caritas angedacht sei. Die Anträge für die Planung müssen bis spätestens 31. Juli vorgelegt werden, weil sonst ein Förderprogramm endet, das eine Finanzierung von bis zu 90 Prozent ermöglicht.

Sollte die Trägerschaft doch von der Stadt übernommen werden, seien bereits Beträge im Investitionsprogramm für die kommenden Haushaltsjahre vorgesehen, so Brehm. Mit einem Baubeginn vor nächstem Jahr rechnet Brehm aber nicht.

Konkreter sind derweil die Planungen für den Neubau der Kita in Zentbechhofen. Im Stadtrat präsentierte das Architekturbüro Wiesneth eine Machbarkeitsstudie. Geplant ist der Neubau mit 94 Plätzen, darunter 52 Kindergartenplätze, zwölf Krippenplätze und 30 Hortplätze. Nach den Planungen der Architekten soll das Gebäude in vier Einzelhäuser (Verwaltung, Krippe, Kindergarten, Hort) gegliedert werden. Dazu kommen gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten wie der Eingangsbereich. Einstimmig haben die Stadträte dem Bau der Kita in Zentbechhofen zugestimmt. Die Verwaltung wird beauftragt, die Förderanträge bei der Regierung von Mittelfranken zu stellen.

Der Neubau der Kindertagesstätte ist auf dem Grundstück der alten Schule geplant. Das Gebäude, das schon seit Jahren nicht mehr genutzt wird, soll in Kürze abgerissen werden. Mit dem Neubau wird die Trägerschaft von der Kirche auf die Stadt Höchstadt übergehen. Dass die Kirchenstiftung Zentbechhofen die Trägerschaft abgibt, konnte Stadtrat Andreas Hänjes (SPD) nicht verstehen. Eine Aussage, die bei Bürgermeister Brehm auf Unverständnis stieß: Die Pflicht, eine Kita zu betreiben, habe niemand. Unterstützung bekam Brehm von Baptist Enkert (CSU): Die Kirchenverwaltung sehe sich nicht in der Lage, dieses Projekt zu stemmen, weil das Risiko zu groß ist. "Jetzt zu behaupten, dass die Kirche aussteigt, weil es sich finanziell nicht lohnt, ist zu einseitig", meinte Enkert.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren