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"Die Dankbarkeit überwiegt"

Das Gymnasium Höchstadt verabschiedete Direktor Bernd Lohneiß miteinem bunten Programm in den Ruhestand.
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Bernd Lohneiß verabschiedet sich vom Höchstadter Gymnasium.Johanna Blum
Bernd Lohneiß verabschiedet sich vom Höchstadter Gymnasium.Johanna Blum
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Mit "Pomp and Circumstances" (Elgar), gespielt vom Großen Orchester (Leitung Ariane Dammann-Ranger) zusammen mit dem Chor - gar mancher zog dabei sein Taschentuch - wurde am Dienstag der Schulleiter des Gymnasiums Höchstadt, Bernd Lohneiß, in den Ruhestand verabschiedet.

Sein Nachfolger, StD Roland Deinzer, hatte schon die Regie für den Festakt übernommen und begrüßte all die vielen Gäste aus Politik, die Schulleiter der verschiedensten Schulen aus der Region, die beiden Geistlichen aus Höchstadt, alle Kollegen und viele mehr. Er führte zusammen mit Wolfgang Caye durch ein kurzweiliges und auch ergreifendes Programm.

"Ein Glücksfall für diese Schule"

Das große Orchester eröffnete den Abschiedsreigen mit einem Satz aus Bachs Brandenburgischem Konzert Nr.5. Als Solisten brillierten Maria Leyh (Querflöte) und Jesko Fröhlich (Violine). Die Grußworte von OstD Martin Rohde, dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien Mittelfranken, der sich von der musikalischen Qualität dieser Schule stark beeindruckt zeigte ("Bernd Lohneiß war ein Glücksfall für diese Schule!"), Landrat Alexander Tritthart, ("Bernd Lohneiß war ein gewiefter Verhandlungspartner!"), Bürgermeister Gerald Brehm, ("Dem Freistaat Bayern geht es so gut, dass er solch einen jungen und dynamischen Beamten in den Ruhestand entlässt"), von Vertretern der Fachschaften und des Kollegiums und vieler anderer Gäste würdigten sowohl den Menschen Bernhard Lohneiß als auch sein großes Wirken.

Die Vertreter der SMV überreichten ihm ein sehr gutes Zeugnis - bis auf "Chinesisch ungenügend" - und gaben ihm die Erlaubnis zum Vorrücken in die Pension. Der Personalrat und der Verein der Freunde und Förderer wussten ebenfalls nur Lobendes zu berichten und niemand verbarg die Trauer um den doch für alle etwas zu frühen Abschied dieses engagierten Schulleiters.

Göttlichen Beistand erbeten

In einem Film in Form einer Nachrichtensendung verabschiedete sich der Elternbeirat. Glückwünsche von Ehemaligen, sogar aus dem Ausland, wurden per Videobotschaft überbracht und auch der Landrat sowie Höchstadts bekannteste Bürger Don Camillo (Dekan Kilian Kemmer) und Beppone (Bürgermeister Gerald Brehm) wirkten mit. Sie baten um göttlichen Beistand für einen würdigen Nachfolger.

Die Vorsitzende Birgit Völker bedankte sich bei Lohneiß für seinen Weitblick und seine Menschlichkeit. Schließlich seien es immer die Verbindungen mit den Menschen, die dem Leben seinen Wert gäben. Für die beispiellose gute Zusammenarbeit wurde er hoch geschätzt. Das Abschiedsgeschenk des Elternbeirats war ein Gutschein für einen Tandem-Gleitschirm-Flug, damit Bernd der Baumeister - wie er scherzhaft wegen der vielen Renovierungsmaßnahmen genannt wurde - künftig nicht mehr auf Baukräne steigen muss.

"Schön war die Zeit"

Der Last Minute Chor sorgte für ein musikalisches Intermezzo mit dem Song: "Schön war die Zeit" und schloss mit "Arrivederci Bernd!" Erek Mennecke, der Verbindungslehrer nach Krasnogorsk, zeigte zusammen mit Hedi Wedel und Michael Wirth (Martin Bauer Group) in einem Film Grüße aus Opalicha, der Partnerschule Höchstadts. Großer Chor, Vokalensemble und Unterstufenchor (Leitung. Georg Schlee) erwiesen mit "Imagine" von John Lennon und dem kurzweiligen Lied "Wer hat an der Uhr gedreht?" (Bandarrangement Florian Kager) dem scheidenden Schulleiter singend und musizierend ihre Ehre.

Die Fachschaften Kunst, Biologie und Sport verabschiedeten sich mit tierischen und sportlichen Beiträgen. "Sie haben jeden Zirkus mitgemacht!" Das Doppelquartett "Plus" ("Plus" war der neue Chef) verabschiedete sich mit dem Beatlessong "Yesterday".

Vor dem Musikbeitrag "Watermelon Man - Cantaloupe Island" der Jazzcombo (Leitung Florian Kager) meldete sich StD Roland Deinzer, der "Neue", noch einmal zu Wort. "Du bist in deinem Lehrerleben immer der Stimme deines Herzens gefolgt und dein Wirken war geprägt von der Liebe zu den Kindern!"

Trotz der vorangerückten Stunde ergriff Lohneiß zum letzten Mal das Wort. Sehr bewegt bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen dieses für ihn doch bedeutenden Tag beigetragen haben. "Heute überwiegt bei mir das Gefühl der Dankbarkeit."

Viele Geschenke wie eine Reise nach Rom, Wanderbücher und Gutscheine wurden überreicht.



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