Adelsdorf
Bürgerversammlung

Die Adelsdorfer fürchten den nächsten Starkregen

In Adelsdorf wird darüber diskutiert, wie man künftige Überflutungen verhindern kann.
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Bereits zweimal mussten heuer in Adelsdorf etliche Keller ausgepumpt werden. Foto: News5/Oßwald (Archiv)
Bereits zweimal mussten heuer in Adelsdorf etliche Keller ausgepumpt werden. Foto: News5/Oßwald (Archiv)
Die beiden Starkregenereignisse, die in Adelsdorf innerhalb weniger Wochen zweimal für überflutete Straßen und voll gelaufene Keller gesorgt haben, haben die Betroffenen noch in lebhafter Erinnerung. Bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend machten sie ihrem Unmut Luft.

Eine Bürgerin, die erstmals Wasser im Keller hatte, forderte gar einen Baustopp für das Baugebiet "SeeSide". "Das wurde alles ins Blaue geplant ohne Sachverstand", erregte sie sich. Man müsse hier konsequent durchgreifen und den Bauträger in die Pflicht nehmen, forderte ein Bürger den Bürgermeister auf.

Anwohner Hans Kuhn stellte einen Antrag zur Installation eines Starkregenmanagements im Bereich Baustelle Reuthseegebiet/Bahnhofstraße/angrenzende Straßen. In diesem Management sollten jeweils ein Vertreter des Investors bzw. der Baufirma, der Gemeinde und zwei Bürgervertreter sitzen. Im Antrag geht es um die Art der Maßnahmen, die bei solch einem Ereignis getroffen werden müssten. Er listete wichtige Punkte auf wie zum Beispiel das Bereitstellen von Sandsäcken in diesem Gebiet. Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) bedankte sich für die Vorschläge. "Der Bauträger wurde schon in die Pflicht genommen und bis zum Wochenende muss er seine Hausaufgaben gemacht haben." Die Gemeinde lasse nicht locker. In diesem Zusammenhang wies er noch einmal auf das Starkregen-Alarmierungssystem hin, für das die Bürger sich bei der Gemeinde kostenlos anmelden können.

Zu Beginn der Versammlung hatte Fischkal berichtet, dass Adelsdorf mit allen Ortsteilen derzeit 8464 Einwohner zählt. Die Infrastruktur wie Wasser und Abwasser sei jedoch auf rund 12 000 Einwohner ausgelegt, ergänzte Kämmerer Christian Jakobs. "Wir wachsen langsam in das Korsett, was sich auf die Fixkosten der Anlagen auswirken wird."


Die Konsolidierung läuft

Er informierte ausführlich über die Finanzen, Personalentwicklung, die wichtigsten Unterhaltsmaßnahmen und Investitionsmaßnahmen. Auch die Schuldenentwicklung, die weit unter dem Landesdurchschnitt liege, und Einwohnerentwicklung sparte er nicht aus. Alles in allem sei die Konsolidierung weiter auf einem positiven Kurs.

Wolfgang Mößlein, Geschäftsführer der Energiegesellschaft Adelsdorf, stellte aktuelle Projekte wie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und mehr vor. Als Projekte seien weitere Photovoltaik-Anlagen, der Anschluss des Sozialwohnungsbaus mit 20 Wohneinheiten und die Erweiterung des Nahwärmenetzes unter Federführung der Naturstrom AG geplant. Als Stiftungsvorstand der Stiftung Schloss Adelsdorf berichtete er über aktuelle Tätigkeiten wie die Nutzbarmachung der ehemaligen Wohnräume der Baronin und die Schaffung eines größeren Veranstaltungsraumes im Schloss sowie das Ziel, den Schlosshof "autofrei" zu machen.

Heike Zahnleiter berichtete auf dem sozialen Sektor über die momentane Kinderbetreuung in den bald sieben Kindertagesstätten im Gemeindegebiet, vom Stand der Betreuungsplätze bis zur Einschulung, aber auch über die Kinderbetreuung im Grundschulalter in der Gebundenen und in der Offenen Ganztagsschule. Auch während der Schulferien seien rund 30 Betreuungstage bei rund 60 Ferientagen gewährleistet. In der Volkshochschule werden jährlich gut 1400 Teilnehmer verbucht.


Betreuung ist bestens geregelt

Die Kinderbetreuung in Adelsdorf sei bestens, so Heike Zahnleiter. Gerade für junge Familien gebe es sämtliche Betreuungsformen von der Früh- über die Spätbetreuung bis zur Ferienbetreuung. Die Krabbelgruppe des Eltern-Kind-Vereins runde das Angebot ab. Die Kindertagesstätten seien sehr gut ausgestattet, Aisch bekomme einen neuen Kindergarten und für Neuhaus liege ein Antrag vor, ob dort der vorhandene Kindergarten saniert oder neu gebaut wird.
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