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Aurachtal
Theater

Die Abwege sind nur kurz

Der Dreiakter "Geht die Katze, tanzen die Mäuse" von Beate Irmisch steht mit zwölf Vorstellungen auf dem Programm der Theatergruppe der VR-Bank Neustadt.
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Seit mehr als 70 Jahren spielen Mitarbeiter der VR-Bank Neustadt a. d. Aisch kostenlos lustiges Volkstheater. Vorhang auf hieß es wieder mit dem Dreiakter "Geht die Katze, tanzen die Mäuse" von Beate Irmisch. Ein herrlicher Klamauk, so recht nach den Herzen der Zuschauer, die in der Münchauracher Sporthalle ein paar unbeschwerte Stunden verleben konnten.

"Morgens Fango - abends Tango!" Erika Brösel (Christine Rüttinger) freut sich schon auf die Kur, die sie nach einer Operation antreten soll. Mit ihr freut sich aber auch Detlef (Frank Wiedemann), seit 25 Jahren ihr Ehemann, der bei Erika ganz schön unterm Pantoffel steht.

Detlef Brösel, einst ein bekannter Draufgänger und Weiberheld, will die Abwesenheit seiner Angetrauten nutzen, um zusammen mit seinem Freund Eberhard (Markus Haag) wieder mal "richtig die Puppen tanzen zu lassen". Dass sich den beiden auch sein Sohn Hannes (Moritz Bauereiß) sowie Opa Kurt (Ernst Dürr) aus dem Seniorenheim anschließen, der nach einer durchzechten Nacht den "Filmriss" auf eine Ar tverkörpert, die beim Zuschauer Lachtränen hervorruft, war nicht geplant.

Allerdings hat Brösel die Rechnung ohne seine Frau gemacht. Sie engagiert die eiserne Jungfrau und Nachbarin Klothilde (Monika Wießner) als "Aufpasserin", ohne zu wissen, dass diese seit vielen Jahren unsterblich in ihren Detlef verliebt ist. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Nicht zu glauben, wozu liebestolle Frauen bei Tag und erst recht bei Nacht fähig sind. Nachbarin Johanna, dargestellt von Tanja Wiederer, tut das Ihre, um die abwesende Ehefrau auf dem Laufenden zu halten.

"Der alte Besen will mir die nächsten drei Wochen versüßen", sagt Detlef seinem Freund Eberhard über Klothilde. Womit Detlef nicht gerechnet hat: Klothilde zeigt Gefühle für den unterdrückten Ehemann. Monika Wießner lässt in der Rolle erahnen, welch ungeahnter Vulkan unter einer kühlen Fassade schlummern kann.
Und Frank Wiesemann gibt diesen "Typ" Mann hervorragend. Großspurig, so lange seine Frau nicht in Sicht ist, aber ganz klein, sobald sie wieder in sein Umfeld tritt. Dass Opa Kurt in Hedwig (Charlotte Straßer) noch eine Verehrerin hat, macht die Situation nicht einfacher. Denn die resolute Hedwig kommandiert Klothilde (Monika Wießner), in der sie die Putzfrau vermutet, über alle Maßen.

Schließlich zieht das Quartett aber los und verbringt einen feuchtfröhlichen Abend in der "Zauberflöte", einer neuen Kneipe. Unschwer zu erraten, dass es in der Nacht zu Verwicklungen und Verwechslungen kommt. Am Ende kommt es fast wie im richtigen Leben: "Kaffee, Café Latte oder Cappuccino", fragt Detlef seine vorzeitig zurück gekehrte Ehefrau unterwürfig nach ihren Wünschen. Aber auch die dominante Erika zeigt späte Einsicht.

Theaterspielen für den guten Zweck:
Das machen elf Mitarbeiter der VR-BankNeustadt a. d. Aisch. Die rund 9000 Besucher spendeten 2017 bei 14 Aufführungen an zwölf Orten insgesamt 14 000 Euro. Mit diesem Geld unterstützte die Bank 22 Projekte im Geschäftsgebiet von Fürth über Neustadt bis Uffenheim. Unter anderem auch die "Ideengruppe Kinder und Jugend der Gemeinde Münchaurach" mit Solarlampen für die Skaterbahn, mit Bänken für den neugestalteten Pfarrhof in Münchaurach und bei der Betreuung hilfsbedürftiger Senioren durch den VDK-Ortsverband Aurachtal.

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