Sambach
Defizit

Die Abwassergebühr steigt in Pommersfelden und Frensdorf

Die Einwohner von Pommersfelden und der südlichen Ortsteile von Frensdorf müssen ab Januar 30 Cent mehr pro Kubikmeter Abwasser bezahlen.
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Um die Kläranlage in Sambach unterhalten und modernisieren zu können, muss der Abwasserzweckverband Pommersfelden/Frensdorf die Gebühren erhöhen. Foto: Evi Seeger
Um die Kläranlage in Sambach unterhalten und modernisieren zu können, muss der Abwasserzweckverband Pommersfelden/Frensdorf die Gebühren erhöhen. Foto: Evi Seeger
Die Bürger der Gemeinde Pommersfelden und die Einwohner der südlichen Ortsteile der Gemeinde Frensdorf (Wingersdorf, Lonnershof, Herrnsdorf, Ellersdorf und Schlüsselau) müssen sich auf höhere Abwassergebühren einstellen. Durch Beschluss in der Sitzung des Abwasserzweckverbands Pommersfelden/Frensdorf werden sich die Gebühren ab Januar 2019 von 1,57 auf 1,87 Euro je Kubikmeter Abwasser und die Grundgebühr von 78 auf 85 Euro erhöhen.

Grund dafür ist, dass die Gebühren in den letzten Jahren nicht mehr ausreichten, um die Aufwendungen des Zweckverbands zu decken. Insbesondere fallen Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen schwer ins Gewicht.

Allein für das Jahr 2017 legte Geschäftsleiter Fedor Glinka der Versammlung ein Gebührendefizit von mehr als 6500 Euro vor. Für das Haushaltsjahr 2018 rechnet er sogar mit einer Lücke von 56 720 Euro. Angesichts der steigenden Energiekosten und der allgemeinen Kostenentwicklung sei es daher nicht vertretbar, den aktuellen Gebührensatz beizubehalten, stellte Glinka klar.

Die technische Betriebsführung der Zweckverbandsanlage (mit Standort Sambach) liegt seit Jahren in den Händen der Firma Südwasser GmbH. Das bedeutet, dass der Zweckverband keinen eigenen Klärwärter beschäftigt. Wie Glinka wissen ließ, hat Südwasser bereits seit 2014 die Preise nicht mehr angepasst. Es sei jedoch in naher Zukunft damit zu rechnen. Um die Kosten aufzufangen, sei daher eine Gebührenerhöhung unausweichlich.

In gleicher Sitzung wurde auch der diesjährige Haushalt des Zweckverbands beschlossen. Der Verwaltungshaushalt wird nach den Worten des Geschäftsleiters in erster Linie durch hohe Aufwendungen für den Unterhalt der Abwasseranlage geprägt. Für die Sanierung von Pumpwerken hat Glinka 17 800 Euro, für Unterhaltsmaßnahmen an der Kläranlage 40 000 Euro angesetzt. Im Vermögenshaushalt sind die Restkosten für den Umbau der Rechenanlage mit 36 000 Euro, die Asphaltierung des Vorplatzes zum Klärschlammgebäude mit 30 000 Euro sowie 6000 Euro für die statische Ertüchtigung des Schlammsilos angesetzt.

Wie Frensdorfs Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL) auf Nachfrage mitteilte, muss die Gemeinde auch die Abwassergebühren für die an die Kläranlage in Frensdorf angeschlossenen nördlichen Ortsteile nachkalkulieren. Bislang ist die Abwassergebühr mit 1,57 Euro für diese Frensdorfer Ortsteile gleich hoch wie für die südlichen nach Sambach angeschlossenen Orte.
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