Herzogenaurach
Spendenaktion

Der Wunschbaum steht: Aktion für krebskranke Kinder

Die Herzogenauracher Rotarier sammeln für krebskranke Kinder. Den Erlös erhält diesmal eine Elterninitiative aus Erlangen. Schirmherr ist MdB Stefan Müller.
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Stefan Müller und Roland Stopfer befestigen ihre Wünsche am Baum. Der Erlös geht diesmal an die Elterninitiative krebskranker Kinder aus Erlangen, vertreten durch Christine Träg und Christine Habermann (von links)  Foto: Bernnhard Panzer
Stefan Müller und Roland Stopfer befestigen ihre Wünsche am Baum. Der Erlös geht diesmal an die Elterninitiative krebskranker Kinder aus Erlangen, vertreten durch Christine Träg und Christine Habermann (von links) Foto: Bernnhard Panzer
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Zum dritten Mal sammeln die Herzogenauracher Rotarier in der Weihnachtszeit Spenden für krebskranke Kinder. Die "Weihnachts-Wunschbaum-Aktion" hat in den beiden vergangenen Jahren über 30 000 Euro erlöst.

Gestern war der Auftakt für die diesjährige Sammlung in der Herzogenauracher Sparkasse, wo der Wunschbaum aufgestellt ist. Das Prinzip ist einfach: Jeder, der spenden möchte, nimmt sich eine Christbaumkugel und hängt sie, mit einem Notizzettel versehen, an den Baum. Auf dem Zettel darf ein Wunsch notiert werden, die finanzielle Gabe in freiwilliger Höhe wandert in die Spendenbox.

Oftmals sind es sehr persönliche Wünsche, die angegeben werden, berichtet Roland Stopfer, der amtierende Präsident des Rotaryclubs. Die Wünsche reichen von der Gesundheit für sich selbst und die Familie bis hin zum Weltfrieden. Stopfer begrüßte, auch als Leiter der Herzogenauracher Sparkassen-Filiale, unter anderem seinen Chef, Vorstandsmitglied Walter Paulus-Rohmer. Der brachte zum Auftakt einen Scheck über tausend Euro mit.

Auch zwei Großspender waren eingeladen: Christian Haußner und Heinz Martin. Denn schon im Vorfeld hatte der Verein zahlreiche Firmen angeschrieben und um Spenden gebeten. So sind bereits zum ersten Tag 3900 Euro zusammengekommen - eine "gute Ausgangsposition", wie Stopfer fand.

Die Spenden gehen diesmal an die Elterninitiative krebskranker Kinder aus Erlangen. Der Verein war durch Sozialpädagogin Christine Habermann und Schatzmeisterin Cristine Träg vertreten. Wie Habermann sagte, unterstütze man die Eltern und Geschwister von erkrankten Kindern auf dem schweren und oft leidvollen Weg. Es gibt ein Elternhaus, in dem die Familie übernachten kann. Man bietet eine musikalische Therapie an. Und es gibt ein Mentorenprogramm, bei dem ehemalige Patienten, die schon mehrere Jahre ohne Rückfall sind, die krebskranken Kinder besuchen und sich um sie kümmern.

Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr Bundestagsabgeordneter Stefan Müller übernommen. Der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe dankte in erster Linie der Erlanger Initiative für den großen Einsatz: "Sie erfüllen Wünsche".

Er selbst habe bei einem Besuch in der Kinderkrebsklinik und Gesprächen mit den Patienten und den Familien vieles erfahren können. "Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man nicht betroffen ist", sagte der Politiker.

Die Rotarier sind in der Weihnachtszeit noch mit drei weiteren Aktionen aktiv: Es wurden über einhundert Päckchen für die Tafelkinder gepackt, am 5. Januar findet wieder das Tafelkonzert statt und auch beim Weihnachtsmarkt ist man vertreten und verkauft für einen guten Zeck.

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