Tennenlohe
Broschüre

Der "Sebalder Reichswald" hat viel zu erzählen

In der Broschüre "Flur- und Naturdenkmale im Sebalder Reichswald" gibt es viel Interessantes zu entdecken.
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Der Fuhrmannsstein im Sebalder ReichswaldFoto: privat
Der Fuhrmannsstein im Sebalder ReichswaldFoto: privat
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Teufelseiche, Hasenbrünnlein und Fuhrmannsstein: Wanderer, Jogger er und Spaziergänger kommen oft an diesen Flur- und Naturdenkmalen vorbei, wissen jedoch häufig nicht, wie sie heißen oder wo ihr Name herkommt. Mit der neuen Broschüre "Flur- und Naturdenkmale im Sebalder Reichswald" will der Arbeitskreis Tennenlohe im Heimat- und Geschichtsverein Erlangen hier Abhilfe schaffen.

Im Erlanger Landratsamt haben die Vereinsmitglieder die ersten Exemplare an Landrat Alexander Tritthart überreicht.


Wissenswertes und Geschichte


Fotos, GPS-Koordinaten und Informationen zu jedem Denkmal finden Interessierte in der kostenlosen Broschüre. Schilder mit QR-Codes, die der Naherholungsverein Sebalder Reichswald finanziert hat, bieten zudem Informationen vor Ort. "Das Heft bietet einen Anreiz, den Wald vor der eigenen Haustür zu erkunden", sagt Redaktionsmitglied Jörg Langer. Insgesamt 5000 Stück liegen in Tennenlohe, im Walderlebniszentrum, im Landratsamt, in der Touristeninformation Erlangen sowie beim Heimat- und Geschichtsverein Erlangen aus. Im Internet kann die Broschüre unter der Adresse fd.hugv.de heruntergeladen werden.

"Im Frühjahr erscheint zudem eine App, die weitere Geschichten und Geschichte zu den Denkmalen liefert", kündigte Pia Tempel-Meinetsberger, Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, an. Sie dankte den Redaktionsmitgliedern Jörg Langer, Dietrich Puschmann und Gerhild Fabian für ihr ehrenamtliches Engagement.


Aus Ortsjubiläum entstanden


Die Idee zur Broschüre kam dem Obmann des Arbeitskreises Tennenlohe, Dietrich Puschmann, bei der 750-Jahr-Feier des Ortsteils. Jörg Langer hielt dort einen Vortrag über Denkmale und ließ sich für die Broschüre begeistern. Er fotografierte die 74 Objekte und trug gemeinsam mit Puschmann und Gerhild Fabian Informationen aus dem Tennenlohe-Buch des ehemaligen Bürgermeisters Adolf Most und aus der Broschüre des ehemaligen Erlanger Forstamtsleiter Helmut Horneber zusammen.


Schöner Anlaufpunkt


"Alle Menschen mögen Geschichten. So haben Wanderer und Naherholer daheim etwas zu erzählen", betont Ruth Dirsch von den Bayerischen Staatsforsten. Auch für den Vorsitzenden des Naherholungsvereins Sebalder Reichswald, Landrat Alexander Tritthart, werten Broschüre, Schilder und die kommende App die Denkmale im Wald auf: "Ich bin immer wieder begeistert, wieviel Wald zwischen dem Schwabachgrund und Kalchreuth liegt. Der Sebalder Reichswald und das Walderlebniszentrum im Tennenloher Forst sind ein schöner Anlaufpunkt für die ganze Region. In der Broschüre werden die Denkmale sehr übersichtlich dargestellt, eine tolle Kooperation", so der Landrat.

"Die Steine werden normalerweise nicht wahrgenommen, wir haben das schon länger probiert. Zum Glück war Jörg Langer so beharrlich. Es ist eine gute Werbung für den Wald und seine Geschichte", sagt auch Forstdirektor Peter Pröbstle.


Vorträge, Wanderungen und Radtouren


Für Interessierte bietet der Heimat- und Geschichtsverein auch Vorträge, Wanderungen und Radtouren zu den Flur- und Naturdenkmalen im Sebalder Reichswald an.

Die Broschüre ist eine Kooperation von Naherholungsverein Sebalder Reichswald, Heimat- und Geschichtsverein Erlangen, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth und Bayerischen Staatsforsten. red
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