Burghaslach
Besichtigungen

Denkmale im Drei-Franken-Eck

Unter dem Motto "Entdecken, was uns verbindet" werden am 9. September beim Tag des offenen Denkmals Drei-Franken-Eck-Besucher auf eine Entdeckungsreise in die Geschichte entführt.
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Der Altar der Laurentiuskirche in Füttersee wird bei einer Führung gezeigt. privat
Der Altar der Laurentiuskirche in Füttersee wird bei einer Führung gezeigt. privat

Die Drei-Franken-Eck-Gemeinden Burghaslach, Geiselwind und Schlüsselfeld werden beim Tag des offenen Denkmals mitmachen. Um 11.30 Uhr beginnt die Führung durch die Saalkirche Rehweiler mit Pfarrer Hans Gernert bis gegen12 Uhr. Die St.-Matthäus-Kirche Rehweiler ist die einzige bayerische Saalkirche im Herrnhuter Stil und wurde 1774 als Teil der sogenannten Schlösslein-Kolonie fertiggestellt. Auf dem Dach trägt sie ein achteckiges Glockentürmchen mit Kuppel.

Durch die Marienkapelle in Schlüsselfeld führt Altbürgermeister Georg Zipfel um 13 Uhr. Die Kirche ist auf das Patrozinium "Maria, Helferin der Christen" geweiht und bildet vom Gnadenbild eine originalgetreue Kopie des berühmten Wallfahrtsorts Mariazell in der österreichischen Steiermark. Deshalb wird die Kirche auch "Klein Mariazell im Steigerwald" genannt. 1722 ließ der aus Schlüsselfeld stammende und in Wien lebende Johann Laurenz Dotz das spätromanische Gnadenbild von Maria Zell nachbilden, dort anrühren und nach Schlüsselfeld bringen. Die Führung dauert etwa 45 Minuten.

Weiter geht es nach Burghaslach. Dort erwartet Robert Hofmann die Besucher um 14 Uhr an der St. Ägidius-Kirche. Burghaslach hatte schon 1136 eine eigene kleinere Kirche, die etwa ein Viertel der jetzigen Größe einnahm. Im Lauf der Zeit wurde sie Mutterpfarrei von weiteren 18 Kirchen und Kapellen im Umkreis. Die Kirche St. Ägidius in ihrer heutigen Größe geht auf 1718 zurück.

Nach einem anschließenden Ortsrundgang zu den Kulturtafeln 2 bis 4 (Schloss Castell, ehemalige Synagoge, Casteller Amtshaus) zum Judenfriedhof wird die Führung gegen um 16 Uhr enden.

In der Laurentius-Kirche Füttersee - durch die von 16.30 bis 17 Uhr Elisabeth Beck führt - ist der spätgotische Flügelaltar Nürnberger Herkunft mit geschnitzten Halbrelief-Figuren im Untergeschoss hervorzuheben. Im Anschluss zeigt Beck, ebenfalls in Füttersee, um 17 Uhr Beck die Alte Schule. Der 1796 errichtete Halbwalmdachbau wurde 1991 in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Rund 49 Wandanstriche, größtenteils mit prächtigen Dekoren von Schablonen- oder Walzenmalerei, sind an der Seite eines der Fenster im heutigen Gemeinschaftsraum zu sehen.



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