Kairlindach
Protest

Demonstranten fordern lautstark einen Stopp des Vorhabens

Am Samstag formierte sich ein von der "Bürgerinitiative gegen die Rindermastanlage bei Kairlindach" initiierter Zug.
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Die Demonstranten zogen zur Biogasanlage, um erneut ihren Protest gegen die Rindermastanlage kundzutun.  Foto: Richard Sänger
Die Demonstranten zogen zur Biogasanlage, um erneut ihren Protest gegen die Rindermastanlage kundzutun. Foto: Richard Sänger
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Man zog mit viel Lärm und Polizeibegleitung zur Biogasanlage, um dort noch mal die Forderungen zu formulieren. Dazu holte sich die Bürgerinitiative auch reichlich Unterstützung von außen und verschiedene Organisation des Tierwohls und Tierschutzes kamen in den Weisendorfer Ortsteil.

Schon eine Stunde vor dem angekündigten Protest hielten immer wieder Autofahrer und Radler an der großen neu errichteten Informationstafel an. Dort stand Schenk Senior, der Vater des Betreibers der Biogasanlage und Bauherr des geplanten Rinderstalles, Rede und Antwort. Auf die Frage "Warum wurde die unübersehbare Information erst jetzt aufgebaut, das hätte doch schon vor Wochen gemacht werden müssen?", kam die Antwort "Wir wollen keine Schlammschlacht, sondern sachlich informieren".

Inzwischen traf auch der bunte und laute Protestzug an der Zufahrt zur Biogasanlage ein und es wurde lautstark ein Stopp des Vorhabens gefordert. Die einzelnen Redner wiesen noch einmal auf den Klimawandel hin und darauf, dass mit dem Bau des Rinderstalles die Natur einen nachhaltigen Schaden nehmen würde.

Unter anderem wurden der Flächenfraß, die Verkehrsbelastung kritisiert, auch wäre das Vorhaben nicht geruchlos. Des Weiteren sei der Wasserverbrauch für die Rinder bis zur Schlachtreife gigantisch und die Tiere würden unter den Bedingungen leiden.

Kritisiert wurden auch Bürgermeister Heinrich Süß, der unverhohlen Werbung für die Anlage mache, und die Mehrheit im Marktgemeinderat, die das Vorhaben einfach "durchgewunken" hätte, ohne die Öffentlichkeit zu informieren. Die Organisatoren des Protestzuges bedankten sich bei den Teilnehmern aus Weisendorf und den Nachbargemeinden sowie aus Höchstadt, Herzogenaurach, Erlangen und Nürnberg und bei der LV Bayern - Tierschutzpartei, bei der Animal Liberation Human Library und der Antispeziesistischen Aktion sowie weiteren Gruppierungen für die Unterstützung.

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