Herzogenaurach
Gastronomie

Dauerbaustelle: Bistro "Kreis'l" stöhnt unter Wasserschaden

Das "Bistro Kreis'l" ist seit Anfang September geschlossen. Am "Herzo-Festival" am Samstag nimmt man dennoch teil.
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Großbaustelle "Kreis'l": Jürgen Rissmann (rechts) bespricht die weitere Vorgehensweise.  Fotos: Bernhard Panzer
Großbaustelle "Kreis'l": Jürgen Rissmann (rechts) bespricht die weitere Vorgehensweise. Fotos: Bernhard Panzer
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Es war irgendwann im Juni, als das Ärgernis seinen Lauf nahm. Es war eine Fliese an der Wand in der Küche, die den Stein ins Rollen brachte. "Sie löste sich plötzlich", sagt Jürgen Rissmann, der Eigentümer des Bistros "Kreis'l". Und von da an zeigte sich dann das ganze Ausmaß.

Es ist ein massiver Wasserschaden, der das Lokal an der Schütt zurzeit lahmlegt. "Ich gehe davon aus, dass das seit Monaten, wenn nicht schon seit Jahren so ging", sagte Rissmann. Er meint damit das stetig tropfende Nass aus der Wasserleitung, mit dem sich letztlich eine Wand und der Boden des Sanitärbereichs vollgesogen haben.

Der Hauseigentümer nennt die Ursache. Es muss wohl ein Eckventil der Wasserleitung gewesen sein, das undicht war. Rissmann geht von Materialermüdung aus, einen Schuldigen auszumachen, sei da nicht möglich. So etwas passiere. Die Leitung selbst sei aus Edelstahl, sagt der frühere Gastronom weiter. Die könne nicht undicht werden. Also könne es nur ein Riss im Ventil gewesen sein.

Seit 2002

Der Herzogenauracher hat das Geschäftshaus mit dem Lokal Anfang des Jahrtausends gebaut. Im Oktober 2002 hat das Bistro erstmals geöffnet. Elf Jahre lang betrieb er es selbst, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Uschi Rattmann. "Der Kreis'l ist mein Baby", sagt er. Keine Frage, dass er täglich selbst auf der Baustelle ist.

16 Bohrungen habe die Trocknungsfirma im betroffenen Sanitärbereich gemacht, bis zur Bodenplatte. Da wurde dann heiße Luft reingeblasen, berichtet Rissmann. Im Lokal selbst standen noch einmal acht Geräte. 15 Liter Wasser habe man anfangs täglich herausgesaugt. Jetzt sei man bei zwei Litern angelangt. Seit 3. September geht das so. Rissmann hofft nun, ab dem 2. November das Lokal wieder einrichten zu können. Spätestens in der vierten Novemberwoche sollte es dann wieder geöffnet haben.

Beim "Herzo-Festival" will man dennoch mitmachen. Das Bistro steht ja auch auf dem Plakat: die "Buskin Bastards", eine für Herzogenaurach neue Band, spielen. Freilich wird das eine Baustellenparty. Und man braucht Toilettenwagen.

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