Herzogenaurach
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Das Wetter in Franken an Silvester: Extremer Temperatursprung erwartet

Erst kommt der Schnee, dann die Warmfront, dann die Kaltfront: An Silvester wird es in Franken bis zu 14 Grad warm. In der Nacht sinken die Temperaturen.
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Silvesterwetter in Franken: Stürmisch, feucht und bis zu 14 Grad warm. Foto: Nicolas Armer/dpa
Silvesterwetter in Franken: Stürmisch, feucht und bis zu 14 Grad warm. Foto: Nicolas Armer/dpa

Wetterexperte Stefan Ochs aus Herzogenaurach prophezeit für den Jahreswechsel frühlingshafte Temperaturen - doch die Freude währt nicht lange. Am heutigen Freitagabend überquert uns ab 20 Uhr ein Tiefausläufer mit seinem Schneefallgebiet. Es bildet sich eine bis zu 4 cm hohe Schneedecke. Der in Böen starke Wind dreht kurz nach Mitternacht von Süd auf West. Dabei steigen dann die Temperaturen von -1 auf +2 Grad an. Gegen Morgen beruhigt sich das Wetter vorübergehend, es klart auf und der Schneematsch überfriert. Ochs warnt vor sehr glatten Straßen.
 


Am Samstag trübt es rasch ein, und ab dem Vormittag ist es bedeckt mit zeitweiligen Regenfällen. Diese stehen im Zusammenhang mit einer intensiven Warmfront, die uns einen fulminanten Temperaturanstieg bringt: von +2 Grad um 14 Uhr auf +10 Grad um 23 Uhr. Der Wind weht am Samstag aus Süd, ab der Nacht zum Sonntag aus Südwest. Er ist zeitweise mäßig mit einzelnen starken bis stürmischen Böen.

 


Am Sonntag bis zu 14 Grad
 

In der Nacht zum Sonntag gibt es bei Temperaturen um 10 Grad weitere Regenfälle. Am Sonntag ist es wechselnd wolkig mit Zwischenaufheiterungen. Tagsüber dürfte es weitgehend niederschlagsfrei bleiben. Maximal werden 12-14 Grad erreicht. In der Silvesternacht überquert uns eine Kaltfront mit schauerartigen Regenfällen bei Temperaturen um +6 Grad.

 

 


Am Montag teils stürmische Böen
 

An Neujahr ist es wechselnd bewölkt mit vereinzelten Schauern bei Temperaturen um +6 Grad. Der zeitweise frische und in Böen starke bis stürmische Wind weht aus West. Im Laufe der nächsten Woche folgen weitere atlantische Tiefs mit ihren Ausläufern nach. Es bleibt mild mit häufigen Niederschlägen.

 

 


Böden komplett mit Wasser gesättigt
 

Inzwischen meldet keine einzige Grundwassermessstelle im Einzugsgebiet der Regnitz mehr einen niedrigen Stand (auch die Nürnberger Kaiserburg nicht mehr). Zudem sind nun die Böden komplett mit Wasser gesättigt und die Pegelstände der Flüsse leicht erhöht. Bis Montag werden 20-30 mm Niederschlag erwartet. Das sollte gerade noch ohne größere Überflutungen wegzustecken sein.

Kritisch ist die Situation im Thüringer Wald, im Frankenwald und im Fichtelgebirge. In der Nacht zum Sonntag wird dort die teilweise hohe Schneedecke im warmen Regen schlagartig abtauen. Kleine Bäche können sich dabei in kurzer Zeit in reißende Ströme verwandeln.

 

 

 

 

 

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