Höchstadt a. d. Aisch
Fortuna Kulturfabrik

Das werden die neuen Sportplätze in den Aischwiesen

Die neuen Freizeitanlagen hinter der Fortuna Kulturfabrik nehmen Form an. Dass das Projekt sich Jahre hinzog, lag an Bedenken der Behörden. Denn die Aischwiesen sind bekanntlich Überschwemmungsgebiet.
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Zwischen Fortuna Kulturfabrik und Festplatz  entstehen ein Bolzplatz, ein Volleyballfeld, ein Basketballplatz und eine Skateanlage. Foto: Christian Bauriedel
Zwischen Fortuna Kulturfabrik und Festplatz entstehen ein Bolzplatz, ein Volleyballfeld, ein Basketballplatz und eine Skateanlage. Foto: Christian Bauriedel
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Mehr Leben soll die Stadtteile Süd und Nord miteinander verbinden. Attraktiver soll die Fläche hinter der Fortuna Kulturfabrik werden, vor allem für die Jugend. Seit vergangenem Jahr schlängelt sich schon der neue Rad- und Fußweg zwischen Festplatz und Fortuna. Derzeit arbeitet die Firma Großkopf im Auftrag der Stadt an Schritt zwei.

Skaten und drei mal Ballsport

Gebaut wird an drei Sportplätzen sowie einer Skateanlage. 306.000 Euro werden investiert. Es entstehen ein Bolzplatz mit Sport- und Spielrasen (35 mal 16 Meter), ein Basketballplatz mit Asphalt (25 mal 15 Meter) und ein Volleyballfeld mit Rasen (8 mal 16 Meter). Das teilt die Höchstadter Landschaftsarchitektin Kathrin Nißlein mit, die die Anlage geplant hat. Beim Rundparcours für Skater habe man sich von einem Fachberater Tipps geben lassen. Als Hindernisse geplant sind eine Quarterpipe, eine Kickerbox, ein Rail, ein Wheelie Table und einiges mehr. Zudem soll es Sitzmöglichkeiten für die Jugendlichen geben.

Ballfangzaun ist nicht gestattet

Basket- und Volleyball werde man schon in wenigen Wochen spielen können, sagt Nißlein. Die Skateanlage und das Fußballfeld sollen im kommenden Frühjahr fertig sein. Der Bolzplatz bekomme zwei Tore aus Metall. Ein Ballfangzaun sei nicht gestattet, da die Aischwiesen Überschwemmungsgebiet sind. Zu viel Dreck könnte sich im Zaun fangen. "Es war eine sehr stringente Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt", sagt Nißlein.

Das Thema Hochwasser hat das ganze Projekt gehörig verzögert. Geplant waren die Außenanlagen der Fortuna schon vor Jahren. Das sagt Bernd Riehlein, Leiter der Kulturfabrik. "Wir sind sehr sehr froh, dass es endlich umgesetzt wird." Die Stadt und die Fortuna würden schon über zehn Jahre darauf warten. Was an den Genehmigungsbehörden gelegen habe.

"Man hatte das Gefühl, dass vereitelt werden soll und nicht ermöglicht. Leicht gemacht wurde es uns nicht", sagt Riehlein. Bei der Baugenehmigung sei es mit dem Landratsamt einige Male hin und her gegangen.

Mit dem Wasserwirtschaftsamt hat es schließlich eine Einigung gegeben, sagt Nißlein. Es gebe Ausgleichsflächen (sogenannte Retentionsräume). Sie sollen den Verlust an Kubikmetern ausgleichen, der durch den Bau der Sportanlagen für das Hochwasser entsteht.

Lückenschluss im Jugendangebot

Mit den Sportstätten schließe die Stadt eine Angebotslücke an dieser Stelle, sagt Fortuna-Leiter Riehlein. Auf der einen Seite die viel befahrene B470, auf der Rückseite der Parkplatz.

"Ein Jugendzentrum ohne Außenanlagen ist für uns nur halb so viel wert", sagt Riehlein, der betont, dass nicht nur die Fortuna und das Jugendzentrum Chillout profitieren. Schließlich könnten bald alle die Bälle hüpfen und die Skateboards rollen lassen.

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