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Herzogenaurach
Architektur

Adidas Arena in Herzogenaurach: Das neue Schmuckstück des Sportartikelherstellers

Das neue Adidas-Gebäude ist fast fertig. Bewegung und Kommunikation spielten bei der Gestaltung eine Hauptrolle. Ein erster Blick in das futuristische Bauwerk.
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Die "Arena", das neue Bürogebäude von Adidas ist fast fertig. Nur der Feinschliff fehlt noch, aber im April ziehen 2000 Mitarbeiter hier ein. Foto: Theresa Schiffl
Die "Arena", das neue Bürogebäude von Adidas ist fast fertig. Nur der Feinschliff fehlt noch, aber im April ziehen 2000 Mitarbeiter hier ein. Foto: Theresa Schiffl
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Erdhaufen, Bauzäune, Container für die Arbeiter und Planer, matschige, braune Flächen: Noch sieht es um das neue Adidas-Gebäude nach Baustelle aus. Aber in der Mitte steht mittlerweile die futuristisch anmutende "Arena" auf ihren weißen Stelzen. Es fehlt nur noch der letzte Feinschliff, bis das Gebäude im Laufe des Aprils von 2000 Mitarbeitern bezogen wird. Wichtig war dem Unternehmen, dass sich alle Mitarbeiter an einem einzigen Standort befinden. Dort, wo auch Adidas sein Outlet hat. Es ist eines von neun Outlets in Mittelfranken.

Tunnel wie Eingang in Arena

"Das Gebäude soll an einen Tunnel, wie an den Spieler-Eingang in eine Arena erinnern. Deshalb auch der Name ,Arena‘", erklärt Christian Dzieia, bei Adidas verantwortlich für die Campuserweiterung. Um das Gebäude herum fehlt nur noch die Begrünung, wobei in der braunen, erdigen Baustelle bereits eine grüne Rasenfläche heraus sticht. "Wir haben uns für Kunstrasen entschieden, da so die Mitarbeiter das ganze Jahr über Fußball spielen können."

Vom neu gebauten Parkhaus aus soll noch eine rote Beschichtung entstehen, der "Walk of fame", ein Weg am kleinen See vorbei zur "Arena". Darauf können sich die Top-Athleten wie der argentinische Fußballer Lionel Messi mit einem Fußabdruck verewigen. Neben dem Eingangsbereich gibt es Duschen und Umkleiden für Mitarbeiter. Es gebe einige, die in ihrer Mittagspause Sport machen. Dzieia erklärt: "Das gehört zu unserem Geschäft dazu und das wollen wir auch nicht verstecken."

Zwei mal im Jahr ein Marathon

Ein kleines Café mit Außenbereich gibt es im Erdgeschoss ebenfalls. Neben dem Aufzug gibt es eine Treppe bis in den dritten Stock. "Das ist ebenfalls ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Es ist wichtig, die Leute zusammenzubringen." Die Treppe soll die Mitarbeiter agil halten: Wenn sie jeden Tag vier mal bis in den dritten Stock gehen, schaffen sie im Jahr zweimal einen Marathon, rechnet Dzieia vor.

Arbeitsplatz zum Aussuchen

Im ersten Stockwerk befindet sich die "Main-Street", das zentrale Herzstück des Gebäudes. Ab hier beginne auch die Büroräume. "Niemand hat einen festen Arbeitsplatz, man kann sich seine Sachen aus dem Spind holen und sich dann einfach einen Platz aussuchen", so Dzieia.

Die Tische seien alle höhenverstellbar, so dass die Mitarbeiter auch im Stehen arbeiten können. Es gibt Telefonboxen, Meetingräume, Sitzgelegenheiten bei den Treppen und die Terrasse beim Café. Dadurch sollen die Mitarbeitern genügend Raum haben, um sich persönlich austauschen.

Auf die Frage nach den Kosten für den modernen Bürokomplex antwortet man bei Adidas mit Verschwiegenheit. Zahlen hierzu wolle man lieber nicht veröffentlichen. Hier setzt man beim Herzogenauracher Weltkonzern auf Understatement - wie bei der futuristischen Architektur.

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