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Herzogenaurach
Christkindlesmarkt

Das kleine Reich des Ralf Rehder

Der Herzogenauracher Verkauft an seinem Stand in Nürnberg vieles, was später auf dem weihnachtlichen Gabentisch zu finden ist.
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Ralf Rehder beim Ergänzen des SortimentsManfred Welker
Ralf Rehder beim Ergänzen des SortimentsManfred Welker
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Eine bunte Mischung von Buden macht den Christkindlesmarkt in Nürnberg aus, von Christbaumschmuck und Lebkuchen, Spielzeug oder auch Bratwürsten bis hin zu den Zwetschgermännla kann alles erworben werden. Die Verkäufer der Zwetschgermännla, die ihre Präsente überwiegend in Heimarbeit herstellen, sind nur auf dem Christkindlesmarkt vertreten.

Vor dem Stand mit der Nummer 31 stehen Schulkinder und bewundern die Dekoration aus Holz für den Weihnachtsbaum, die Utensilien für die Puppenküche und den Christbaumschmuck. Dazwischen haben es sich leuchtende Schneemänner bequem gemacht, es gibt kleine Glocken und Laternen für Kerzen, aber auch Nußknacker, Strohsterne und Rauschgoldengel. "Der große Rauschgoldengel in der Mitte gehört zur Bude wie der Name und wird nicht verkauft", meint Besitzer Ralf Rehder nur.

In der vierten Generation

Denn der Stand des Herzogenaurachers hat eine lange Familientradition, bereits in der vierten Generation ist die Familie auf dem Markt vertreten. Schon die aus Nürnberg stammende Urgroßmutter versorgte als Marktfrau dort die Bevölkerung. Inzwischen steht Ralf Rehder mit seinem Stand immer am gleichen Platz in Nürnberg auf dem Christkindlesmarkt.

Beim Herstellen der kleinen Rauschgoldengel hilft die ganze Familie zusammen. Was Rehder besonders auffällt ist, dass vor allem die Farbe Rot die Käufer anzieht. So sind die Rauschgoldengel mit einem roten Gewand beliebter und gehen auch häufiger über den Tresen in die Hände der Kunden. Weitere Kunstgegenstände werden noch zugekauft, um eine breiteres Sortiment anbieten zu können.

Da die Buden von der Stadt Nürnberg nur aufgestellt werden, ist viel Arbeit nötig, um sie ansprechend herauszuputzen und zu bestücken. Fast zwei Wochen sind dazu nötig. Dabei ist es üblich, dass die ganze Familie mithilft, es handelt sich um ein richtiges Familienunternehmen, anders ist der Arbeitsaufwand nicht zu bewältigen.

Beim Verkauf wird Rehder auch in diesem Jahr von Horst Bucher unterstützt. Vor allem Besucher aus Asien kaufen bedingt durch den weiten Transport eher kleine Holzminiaturen, die sie heil nach Hause bringen können.

Regen schadet dem Geschäft

Das Wetter war in diesem Jahr eher durchwachsen, der Schnee lässt noch auf sich warten. "Am besten sind trockenes Wetter und Temperaturen über 5 Grad, dann gehen die Besucher gerne auf den Christkindlesmarkt zum Einkaufen!", meint Rehder nur. Bei Regen ist die Kundschaft eher nicht so unternehmungslustig und auch nicht so kauffreudig. Auch unter der Woche flanieren Interessenten durch die Budengassen.

Auch am 24. Dezember ist der Markt von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Danach machen sich alle auf den Weg, um daheim Weihnachten mit der Familie feiern zu können. Aber zwischen Weihnachten und Neujahr werden die Buden weiterhin bewacht, bis die Standbetreiber ihren Stand geräumt haben. Bei der Familie Rehder geht das natürlich schneller als der Aufbau. Innerhalb eines Tages ist alles abgebaut, in Kisten und Schachteln verstaut und Richtung Heimat gefahren.

Gegen Verlängerung

Der Advent dauert in diesem Jahr durchschnittlich lang. Aber der Idee, den Markt zu verlängern, kann Rehder nur wenig abgewinnen. "Nein auf keinen Fall verlängern!", ist seine Meinung dazu. "Was will ich als Weihnachtsartikelverkäufer zwischen Weihnachten und Neujahr oder gar Dreikönig auf dem Markt?" fragt er. Rehder befürchtet nur mehr Ärger und mehr Arbeit. Und wer kauft schon Weihnachtsartikel nach Weihnachten?

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