Herzogenaurach
Haushalt

CSU will eine Stadthalle nahe der Puma-Zentrale in Herzogenaurach

Die CSU als zweitstärkste Fraktion im Herzogenauracher Stadtrat tritt Aussagen der Grünen entgegen und fordert eine repräsentativ gestaltete und attraktiv gelegene kommunale Halle. Eine mögliche Zustimmung zum Etat lässt man offen.
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Nach Ansicht der CSU ist der beste Platz für eine neue Stadthalle das Gelände gegenüber der Puma. Am Kreisverkehr ist eine mögliche Zufahrt schon angedeutet.  Fotos: Bernhard Panzer
Nach Ansicht der CSU ist der beste Platz für eine neue Stadthalle das Gelände gegenüber der Puma. Am Kreisverkehr ist eine mögliche Zufahrt schon angedeutet. Fotos: Bernhard Panzer
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Mit den üblichen Ansätzen der Stadt im Haushalt für 2015 ist die CSU-Fraktion einverstanden. "Das ist in Ordnung", sagt ihr Vorsitzender Bernhard Schwab im Gespräch mit infranken.de. Aber es hängt wohl noch von einer Reihe von Wünschen ab, ob man dem Etat am 29. Januar auch zustimmen werde. Da habe man sich noch nicht festgelegt.

Eine ganz andere Meinung als die SPD und vor allem die Grünen hat die CSU allerdings in punkto Stadthalle. Die "180-Grad-Wendung" von Stadtrat Maximilian Maydt sei schon sehr überraschend gekommen, meinte Schwabs Fraktionskollege Konrad Körner. Ein geplantes Projekt der Firma Adidas da mit in Betracht zu ziehen (siehe FT-Bericht vom Freitag "Große Pläne und viel Pflicht"), sei abwegig. Schwab: "Herzogenaurach braucht eine Stadthalle!" Man müsse dieses Projekt weiter im Auge behalten - "egal was Adidas macht" - aber wirtschaftlich müsse es sein.

Und auch auf einen Standort hat sich die CSU schon festgelegt. Wenn eine Stadt wie Herzogenaurach eine Stadthalle baut, dann sollte diese auch repräsentativ sein. Mitten in einem Gewerbegebiet sei das nicht möglich, meinen Schwab und Körner, bezugnehmend auf den Vorschlag für das neue Gewerbegebiet Bamberger Straße.


Südumgehung schon 2019?

Für die CSU kommt nur der Standort gegenüber der Puma in Frage, zu erschließen über den Kreisverkehr an der Flughafenstraße. Da könne man ein Gebäude errichten, das an der Einfahrt zur Stadt liegt und sofort positiv ins Auge fällt. Mit einem guten Konzept und einem interessanten Angebot wäre so eine Halle auch wirtschaftlich zu betreiben.

Adidas hingegen hätte sicherlich ganz andere Interessen. Wenn die Firma ein Konferenzzentrum baut, dann werde sie sich schon ein wirtschaftliches Konzept zugrunde legen. Ob da für die Wünsche der Stadt noch Platz wäre, zweifelt Körner an. Auch erinnert Schwab daran, dass man mit Adidas schon einmal über eine der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung gesprochen habe. Aus dem damaligen Sportcenter sei letztlich nichts geworden.

Dass im Haushalt für die Stadthalle in den kommenden beiden Jahren nur Planungskosten vorgesehen sind, wollen die CSU-Politiker nicht verstehen. Körner: "Warum braucht man so lang für die Prüfung?"

Positiv nehmen die Unionspolitiker die Aussichten für die Südumgehung auf. Da seien nach den intensiven Planungen der nächsten beiden Jahre bereits für 2017 und 2018 konkrete Beträge im Finanzplan enthalten, nämlich 18 und 14,4 Millionen Euro. Für die CSU bedeutet das, dass auf der Südumgehung im Jahr 2019 der Verkehr rollen soll - "das wäre klasse", wie Schwab anmerkt. Thema Herzo Base: Wichtig ist für die CSU, dass dort günstiges Bauland für Familien bereit gestellt wird. Noch wichtiger erscheint es, dass 2015 überhaupt schon die ersten Grundstücke verkauft werden können. Die CSU hat da wegen eines schwebenden Gerichtsverfahrens mit dem früheren Investor des Geländes ihre Bedenken. Auch hinsichtlich der teuren Grüngestaltung: "Hat man diese für eine Geisterstadt gemacht?", fragt Konrad Körner.

Generell sollte die Stadt mehr Wohnflächen in den Ortsteilen ausweisen. Das Stadtgebiet sei für viele zu teuer. Demnächst stehe die Neuschreibung des Flächennutzungsplans an, da solle man darüber nachdenken.
Thema Gewerbe: Das jetzt schon fast verkaufte neue Gewerbegebiet an der Bamberger Straße genüge nicht. Zwei Herzogenauracher Firmen hätten ihr Abwandern schon verkündet, offenbar weil sie keinen geeigneten Platz für Erweiterungen gefunden hätten. Man müsse aber noch weiterdenken, denn auch viele auswärtige Betriebe würden gerne in Herzogenaurach bauen, behauptet die CSU. Das habe auch eine jüngst von der IHK durchgeführte Standortanalyse ergeben (der FT berichtete).


Pavillonabriss: teuer und schnell

Thema Schütt: Die Planungen für eine Verbesserung der Innenstadt-Schlagader werden begrüßt, allerdings dürfe man das nicht über die Köpfe der Geschäftsleute hinweg tun. Mit anderen Worten: Ein paar Kurzzeitparkplätze für die Kunden sollten bestehen bleiben.

Thema Schulen: Überrascht zeigt sich die CSU, dass der Pavillon an der Carl-Platz-Schule nun so schnell ohne vorherige Beratung abgerissen und neu gebaut werden soll. Weil der geänderte Lehrplan das angeblich so wolle. Kostenpunkt: 4,5 Millionen Euro auf drei Jahre.
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