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Franken
Epidemie

Mann aus Erlangen ist erster Corona-Fall in Franken: Die Pressekonferenz der Staatsregierung zum Nachlesen

Am Donnerstagabend wurde bekannt: Ein Mann aus Mittelfranken hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Am Freitag hat die Staatsregierung neue Details bekanntgeben. Der Ticker zum Nachlesen.
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Am Universitätsklinikum soll der Mediziner, der sicht laut unbestätigten Informationen mit dem Coronavirus infiziert hat, gearbeitet haben. Am Freitag will die Staatsregierung näheres bekannt geben. Foto: Christian Bauriedel
Am Universitätsklinikum soll der Mediziner, der sicht laut unbestätigten Informationen mit dem Coronavirus infiziert hat, gearbeitet haben. Am Freitag will die Staatsregierung näheres bekannt geben. Foto: Christian Bauriedel

Erster Corona-Patient in Franken: Am Donnerstagabend (27. Februar 2020) teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit, dass ein Mann aus Mittelfranken am Coronavirus erkrankt ist. Wir haben in unserem Corona-Ticker bereits darüber berichtet. Der Mann ist laut Gesundheitsministerium Mitarbeiter der Uniklinik Erlangen.

Update, 13.54 Uhr: Pressekonferenz ist beendet

Mit weiteren Pressenachfragen endet die Pressekonferenz des bayerischen Kabinetts in München. Zuvor hatte die Staatsregierung eine Sondersitzung abgehalten. Wir informieren weiter ausführlich über die Ausbreitung des Coronavirus im Ticker.

Update, 13.50 Uhr: Weitere Teilnehmer könnten infiziert sein

Nachdem etwa zehn Menschen am Meeting in München teilgenommen haben, werden weitere Menschen geprüft. Ersten Meldungen zufolge sollen ein Mann aus Baden-Württemberg und ein Schwede ebenfalls erkrankt sein.

Update, 13.48 Uhr: Italienische Behörden informieren Bayern

Nachdem der Mann zurück in Italien war, wurde bei ihm das Coronavirus nachgewiesen. Am Mittwoch (26. Februar) wurden die bayerischen Behörden informiert. Der infizierte Franke wurde sofort als Teilnehmer dieses Meetings ermittelt. Bei ihm wurde ein Abstrich gemacht und er wurde sofort isoliert.

Update, 13.46 Uhr: Nachfrage zum fränkischen Patienten

Mit dem Ende der offiziellen Pressekonferenz sind Nachfragen zugelassen. Die erste Frage betrifft den ersten fränkischen Patienten aus Erlangen. Andreas Zapf, Leiter des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel, bezieht sich auf eine Mail von 8.58 Uhr am Freitagmorgen.

Demnach habe der Italiener ein Meeting seiner Firma vom 19. bis zum 21. Februar in München besucht. Er gab an, dass er am 20. Februar bereits erkrankt war - und trotz Fieber weiter am Meeting teilgenommen hat.

Update, 13.44 Uhr: Großes Treffen aller bayerischen Krankenhäuser

Für die erste März-Woche hat man alle bayerischen Krankenhäuser eingeladen, um sich auszutauschen, sagt Zapf. Dort sollen fachliche Fragen geklärt werden und auch der beste Weg der Analyse der Krankheit vorgestellt werden.

Update, 13.42 Uhr: Blick geht auf die ältere Bevölkerung

Laut Zapf sei es offensichtlich, dass das Virus überwiegend bei älteren Patienten nachgewiesen worden sei. Junge Menschen sind kaum betroffen. Deswegen richte man aktuell den Blick hauptsächlich auf die Alten- und Seniorenheime. Dort will man so bald wie möglich die Aufklärungsarbeit erhöhen. Dafür sollen Flyer verteilt werden.

Update, 13.40 Uhr: Ziel ist die langsamere Verbreitung

Es lässt sich nicht verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Grund sei die Tröpfcheninfektion, die sich kaum verhindern lasse, so Zapf. Darum sei das vorrangige Ziel, dass die Ausbreitung langsamer vonstattengehe. Damit lasse sich das Virus deutlich besser kontrollieren.

Update, 13.37 Uhr: Mann zwar in Bayern angesteckt, aber nicht von einem Bayer

Positiv sei, dass der Mann zwar in Bayern angesteckt wurde, aber nicht von einem Bayer. Der Italiener war Teil eines Meetings in Bayern. Die Behörden aus Italien haben sofort Bescheid gegeben. Daraufhin hat das Gesundheitsministerium sofort die Kontaktpersonen des Erkrankten aus Franken untersucht.

Update, 13.35 Uhr: Präsident des LGL Zapf berichtet über Mann aus Franken

Mit den Vorfällen in Italien rutscht das Coronavirus weiter auf Bayern zu. Das sei aber kein Grund für Panik, so der LGL-Präsident Zapf. Gerne hätte man den 15. Fall - den Mann aus Erlangen - vermieden, aber die Tröpfcheninfektion lasse sich schlecht vermeiden.

Update, 13.30 Uhr: Gut gerüstet - auch in Flüchtlings-Unterkünften

Weiter sagt Herrmann, dass die Rettungskräfte für den großflächigen Ausbruch des Coronavirus gerüstet sind. Flüchtlinge, die aktuell nach Deutschland kommen, werden laut Herrmann sofort auf Symptome gecheckt. Sollte das Virus auftreten, wird die Person sofort isoliert und behandelt. Bislang sei das aber noch nicht passiert.

Update, 13.27 Uhr: Innenminister Herrmann spricht

Das Lagezentrum der Bayerischen Polizei ist aufgrund von Corona rund um die Uhr besetzt, so Innenminister Joachim Herrmann. Die Einsatzkräfte sind für den Notfall mit tausenden Infektionssets ausgerüstet, damit sie sich selbst schützen können. Darin unter anderem enthalten: Schutzanzüge und Desinfektionsmöglichkeiten.

Update, 13.24 Uhr: Wie mit Großveranstaltungen umgehen?

Jetzt kommt die Gesundheitsministerin auf Großveranstaltungen zu sprechen: Bei Großveranstaltungen mit bis zu 1000 Besuchern will man den Veranstaltern beratend zur Seite stehen. Vor allem bei Messen in Risikogebieten, die vom Robert-Koch-Institut ausgewiesen werden, muss über Ausladung der Besucher oder sogar eine Absage nachgedacht werden.

Update, 13.22 Uhr: Krisenstab wird Zusammenarbeit intensivieren

Die Arbeit des Krisenstabs wird intensiviert, sagt Huml. Bislang wurden fast 30 Meetings abgehalten. Der Stab wurde in der letzten Woche ins Leben gerufen. 

Update, 13.19: 15. Bestätigter Fall aus Bayern 

Nun spricht Melanie Huml über den Mann aus Mittelfranken, der am Coronavirus erkrankt ist. Er war in einem kleinen Meeting dabei, bei dem auch ein erkrankter Italiener teilgenommen hatte. Als die Behörden in Italien von der Erkrankung dieses Mannes erfahren haben, so Huml, haben sie die bayerischen Behörden informiert. Diese haben dann Kontakt mit dem Mann aufgenommen. Aktuell wird dieser in Erlangen behandelt.

Update, 13.18 Uhr: Nach den Ferien ist die Gefahr gestiegen

Vor allem mit Ende der Faschingsferien steigt laut Huml die Gefahr neuer Infektionen in Bayern. Sie verweist auf die Internetseite des Robert-Koch-Instituts. Dort sind Risikogebiete ausgewiesen und Informationen gesammelt, was im Falle eines Infektionsverdachts wichtig ist. Huml warnt ausdrücklich davor, beim Eintreten von Symptomen zu einem Arzt zu gehen. Stattdessen sollen Betroffene die Bayerische Coronavirus-Hotline 09131/6808-5101 oder die Notfallnummer 116 117 anrufen.

Update 13.15 Uhr: "Eindämmen ist immens wichtig"

Huml sagt, es sei ein Erfolg, dass in Bayern "nur" 15 Menschen am Coronavirus erkrankt sind bzw. waren. Das führt sie auf eine gute Aufklärung und auch die schnelle Quarantäne der Erkrankten zurück. Es wird weiterhin umfangreiche Informationen in zum Beispiel in Zügen und an Flughäfen geben.

Update, 13.13 Uhr: Pressekonferenz beginnt

Die Staatsministerin für Gesundheit Melanie Huml eröffnet die Pressekonferenz, die nach der Sondersitzung in der Staatskanzlei veranstaltet wird. Daran teilgenommen hat auch der Leiter des Robert-Koch-Instituts.

Update, 28.02.2020, 13.10 Uhr: Pressekonferenz der Staatsregierung

Am Tag nach der Nachricht, dass ein erster Patient aus Franken mit dem Coronavirus erkrankt ist, hat die Staatsregierung zu einer Sondersitzung geladen. Um kurz nach 13 Uhr sollen in einer Pressekonferenz nähere Informationen bekanntgegeben werden.

Update. 28.02.2020, 12.45 Uhr: Mitarbeiter der Uniklinik Erlangen erkrankt

Wie die Deutsche Presseagentur am Freitag mitteilt, handelt es bei dem dem ersten Corona-Patienten um einen Mitarbeiter der Uniklinik Erlangen. Das teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Der Mann werde auch in der Uniklinik behandelt.

Der Mann hatte demnach in Deutschland Kontakt mit einem Italiener. Dieser sei erst nach seiner Rückkehr nach Italien positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das Gesundheitsamt habe Kontaktpersonen ermittelt. Diese sollen sich häuslich isolieren und ihren Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden.

Update, 28.02.2020, 11.10 Uhr: Staatsregierung tagt

Wie die Deutsche Presseagentur mitteilt, tagen seit 11 Uhr in der Staatskanzlei in München Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister in einem eigens wegen der Lungenkrankheit Covid-19 einberufenen Kabinettsausschuss über die Lage im Freistaat und den anderen Bundesländern. An der Sitzung nehmen auch der Präsident des Robert Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, und der Leiter des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, teil.

 

Im Fokus der Sitzung steht unter anderem die Frage, wie der Freistaat auf eine möglicherweise bevorstehende Ausbreitung vorbereitet ist. Dabei geht es etwa um vorhandene Kapazitäten von geeigneten Quarantänebetten in Kliniken. Nachdem in mehreren Bundesländern neue Erkrankungen nachgewiesen wurden, sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Deutschland "am Beginn einer Corona-Epidemie".

Update, 28.02.2020, 10.45 Uhr: Gesundheitsamt prüft Kontaktpersonen - wo genau hat er sich angesteckt?

Auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bestätigte am Abend die Infektion des Mannes. Das zuständige Gesundheitsamt habe begonnen, Kontaktpersonen des Mannes zu ermitteln. Auch hierzu sollen am Freitag Einzelheiten bekanntgegeben werden.

Hat sich ein Mediziner mit Corona infiziert?

Laut einem Bericht der "Erlanger Nachrichten" handelt es sich bei dem Infizierten um einen Hautarzt. Der Mediziner arbeite an der Erlanger Hautklinik und habe sich auf einem Kongress in München bei einem italienischen Kollegen angesteckt, berichtete die Zeitung weiter. Zahlreiche Menschen, die seitdem mit ihm in Kontakt standen, stehen den Angaben zufolge nun unter Quarantäne.