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Höchstadt a. d. Aisch
Menschlichkeit

Corona-Krise: Höchstadt startet Großoffensive für mehr Zusammenhalt und Zuversicht

Die Stadt Höchstadt hat nun mit einer großen Aktion gegen das Corona-Virus gestartet: Ein Zeichen für mehr Nächstenliebe und Zusammenhalt für so schwere, zermürbende Zeiten.
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Höchstadt daheim - Wir sind dabei! So lautet das Motto der Initiative der Stadt Höchstadt, die den Bürgern Mut zusprechen soll.  Foto: Theresa Schiffl
Höchstadt daheim - Wir sind dabei! So lautet das Motto der Initiative der Stadt Höchstadt, die den Bürgern Mut zusprechen soll. Foto: Theresa Schiffl

Momentan müssen sich nicht nur Bund und Länder mit der schwierigen Situation aufgrund des Coronavirus beschäftigen, sondern auch kleinere Städte und Gemeinden. Um den Bewohnern, Arbeitern und Gewerbetreibenden Sicherheit zu vermitteln, gibt es nun die Aktion "Höchstadt daheim - Wir sind dabei!".

Zur aktuellen Situation sagt Bürgermeister Gerald Brehm (Junge Liste): "Hier geht es um Leib und Leben." Er hoffe auf ein Umdenken in der Gesellschaft. Im Kleinen, aber auch im Großen wie bei unnötigen Kriegen auf der ganzen Welt.

Digitalisierung hat Pluspunkte

Dass nun eine Rückbesinnung zum Lokalen stattfinde sei genauso positiv wie die Globalisierung hinsichtlich des Informationsaustauschs. Die Digitalisierung und die damit verbundenen Möglichkeiten seien gerade zum aktuellen Zeitpunkt ebenfalls sehr wichtig, da sie gegen Vereinsamung helfen, so Brehm. Die Stadt ist gerade noch am Optimieren ihrer Homepage. Dort sollen alle lokalen Aktionen und die aktuellsten Informationen eingespeist werden. Eine spezielle E-Mail-Adresse und eine Hotline für Fragen rund um das Coronavirus wird ebenfalls eingerichtet. Daneben können weiterhin alle Online-Services der Stadtverwaltung genutzt werden, wie beispielsweise das Bürgerportal mit verschiedenen Formularen zum Download.

Auch über die wirtschaftliche Situation macht sich die Stadt natürlich Gedanken. "Wir sind handlungsfähig und lassen kein Unternehmen im Stich", so Brehm. Maßnahmen zur Unterstützung seien Stundungen von bis zu drei Monaten, eine Herabsetzung der Gewerbesteuer und dass Vollstreckungsmaßnahmen ausgesetzt werden.

Mit einer besonderen Spendenaktion sollen hiesige Unternehmen zusätzlich unterstützt werden. Das Spendenportal "Höchstadt hilft" soll demnächst online gehen. Die Spenden werden mit Gutscheinen für ortsansässige Unternehmen belohnt oder können als "Dankeschön" an Verkäufer, Pfleger und andere weiter gespendet werden.

Kulturelles Leben etwas anders

Alle Veranstaltungen wie die Lachnacht, die am Freitag, 27. März, stattfinden sollte, mussten abgesagt werden. Dennoch gibt es weiterhin "Kultur für Zuhause". In diesem Bereich soll in den nächsten Wochen ein Portal mit Videos von regionalen Comedians, einem Format mit Atze Bauer, der regionale Kulturschaffende vorstellt und viele weitere Angebote entstehen. Auch die Jugend wird nicht alleine gelassen: Die Jugendpfleger unterhalten weiterhin auf Facebook und auch ein wöchentliches Format "JuZ News" wird bald angeboten. Nicht zu vergessen sind Musikschul-Konzert-Aufzeichnungen, Impressionen vom Instrumentenunterricht online, kostenfreie Streamingdienste für Musik und Filme über den Stadtbücherei-Ausweis. Die VHS bietet weiterhin Vorträge, Seminare und Gespräche an.

Auch die Hilfsangebote im Raum Höchstadt seien sehr gut miteinander vernetzt, lobt Gerald Brehm. "Einige meiner Mitarbeiter sind in der Risikogruppe", erklärt Ehrenbörsen-Chef Klaus Neumann. Es hätten sich jedoch schon drei Jüngere gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Aktuell werde diese Unterstützung jedoch noch nicht so sehr in Anspruch genommen. "Wer Hilfe braucht, wird sie aber auch bekommen."

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