Herzogenaurach
Neujahrskonzert

Cornelia Götz sorgt in der Fachklinik für Glücksmomente

Die Sängerin sorgt gemeinsam mit Pianistin Tatjana Shapiro in der Fachklinik dafür, dass die Patienten ihre Sorgen vergessen.
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Tatjana Shapiro (l.) und Cornelia Götz bereiteten ihrem Publikum mit ihrer humorvollen Art einen unterhaltsamen Abend. Foto: Richard Sänger
Tatjana Shapiro (l.) und Cornelia Götz bereiteten ihrem Publikum mit ihrer humorvollen Art einen unterhaltsamen Abend. Foto: Richard Sänger

Die Fachklinik Herzogenaurach startete mit einem Konzert in das Jahr 2019. Dazu konnte die Kulturbeauftragte Melanie Bär die national und internationale Sopranistin Cornelia Götz verpflichten. Zusammen mit der Pianistin Tatjana Shapiro wurden die begeisterten Zuhörer in die Welt der deutschen Dichter und Komponisten entführt. Ein Abend, der jeden Konzertbesucher stark berührte und verzauberte.

Mit den Worten "Ich möchte heute dazu beitragen, dass sie wieder ganz schnell gesund werden", wandte sich Cornelia Götz an die zahlreich erschienen Patienten, deren Nähe die Sängerin suchte und auch mal zwischen den Stuhlreihen entlang tanzte. Sie gastiert auf den großen Bühnen dieser Welt, an der Met in Ney York, der Scala in Mailand oder an der Semper-Oper in Dresden und begeisterte am Neujahrstag die Patienten und Besucher der Fachklinik. Die Freunde der Operettenmusik waren am Ende hellauf begeistert und klatschten anhaltend Beifall. Am Klavier wurde die Sopranistin von der Ukrainerin Tatjana Shapiro begleitet, einer deutschlandweit begehrten Klaviersolistin.

Die Sängerin gastierte bereits an vielen international renommierten Opernhäusern wie der Staatsoper Hamburg, dem Opernhaus Zürich dem Glyndebourne Festival und der Lyric Opera Chicago. Weitere Gastspiele führten Cornelia Götz unter anderem nach Tokyo und Yokohama, nach London, Edinbourough, Marseille, Rom, Parma, Wien, Berlin, Stuttgart, und Leipzig.

Außerdem war sie in einer außergewöhnlichen Produktion von Leonard Bernsteins Musical "Candide" am Staatstheater am Gärtnerplatz in München zu hören. Götz debütierte auch unter der musikalischen Leitung von James Levine mit der Partie der Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte" am Metropolitan Opera House New York. Außerdem gastierte sie unter anderem in Athen, an der Opera Bastille und in Beaune, wo sie in einer konzertanten Aufführung von Mozarts "Cosi fan tutti" als Fiordiligi zu hören war und den Sopranpart in Mozarts Requiem gestaltete.

Die Kraft der Stimme

Die Sopranistin ist aber auch in der Region sehr bekannt, so war sie schon Gast beim Klosterfrühling in Münchaurach.

Cornelia Götz, die den Abend charmant und humorvoll moderierte, kündete den Abend als eine "Zeitreise" an. So war die Arie der "Olympia" von Jacques Offenbach ebenso zu hören wie "Vocalise" von Sergej Rachmaninow. Das Besondere an "Vocalise" ist, dass das Lied ohne Text nur auf die Kraft der Stimme setzt. Eine Steilvorlage auch für Instrumente aller Stimmlagen - wie zum Beispiel für die Pianistin Tatjana Shapiro.

Stürmischen Beifall gab es für "Rusalka" aus der erfolgreichsten Oper von Antonín Dvorák. Sie entstand im Jahr 1900 nach einem Libretto von Jaroslav Kvapil und wurde am 31. März 1901 am Prager Nationaltheater unter der Leitung von Karel Kovarovic uraufgeführt.

Für Begeisterung sorgt auch "Ebben? Ne andrò lontana", das die Heldin in Alfredo Catalanis Oper "La Wally" von 1892 sang. Gesungen von Maria Callas, erlangte die Arie nicht zuletzt auch als Soundtrack des Kino-Klassikers "Diva" weit über die Opernkreise hinaus Berühmtheit.

Die Lieder von Cornelia Götz bewegten das Publikum so sehr, dass sie teils zu Tränen gerührt der Künstlerin für diese intensiven Glücksmomente und Zeit der Besinnung nach dem Konzert dankten.

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