Herzogenaurach
Schule

Chemieunterricht ist, wenn es stinkt und kracht

Die neuen Chemiefachräume am Herzogenauracher Gymnasium kosten rund 800 000 Euro. Zur Inbetriebnahme gab es ein buntes Feuerwerk.
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Helles Licht, beißender Rauch: So darf ein Versuch schon mal sein. Bürgermeister Hacker (rechts) gab richtig Stoff, Landrat Tritthart (links) begnügte sich mit kleinerer Flamme.
Helles Licht, beißender Rauch: So darf ein Versuch schon mal sein. Bürgermeister Hacker (rechts) gab richtig Stoff, Landrat Tritthart (links) begnügte sich mit kleinerer Flamme.
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Zwischendurch wurde Alexander Tritthart nostalgisch. Es sei zwar schon 31 Jahre her, dass er am Herzogenauracher Gymnasium sein Abitur gemacht habe, sagte er. Aber der Landrat erinnerte sich gerne daran: "Auch wir hatten hatten damals schon Chemie." Auch Bürgermeister German Hacker blickte zurück. Er absolvierte sein Abi an just der gleichen Schule ein Jahr zuvor.

Und weshalb und bei welcher Gelegenheit sprachen die beiden Kommunalpolitiker das jetzt an? Es war die Eröffnung der neuen Chemiefachräume am Herzogenauracher Gymnasium - ein langer Wunsch der Schule, der nun in Erfüllung ging.

Etwa 800 000 Euro kostete der Umbau, der im November 2017 vom Kreistag beschlossen wurde. Die Arbeiten zogen sich hin, auch weil Probleme mit den Abwasserkanälen auftraten und das alte Raumkonzept aus dem Jahre 1976 veraltet war. Der Gebäudetrakt wurde erhalten, wie Tritthart erläuterte, aber viele Modernisierungen wurden mit eingebaut.

Versuche sind wichtig

Eine moderne, zukunftsweisende Fachausstattung sei schließlich ein wesentlicher Baustein für die Bildungsregion Erlangen-Höchstadt, sagte der Landrat. Er sagte zu, dass der Landkreis immer alles voranbringen werde, was mit seinen Schulen zu tun habe - egal wer gerade Landrat ist und wie sich der Kreistag zusammensetzt. Auch kündigte er bereits die nächste Großbaustelle an: die Sanierung respektive den Neubau des Gymnasiums Spardorf "für 50 Millionen Euro plus x."

Schulleiter Norbert Schell hob die Notwendigkeit von Fachräumen für die Naturwissenschaften hervor. "Nur was man beweisen kann, hat Bestand." Deshalb seien Versuche wichtig, "und es muss stinken und krachen."

Auch German Hacker dankte für den "High-End-Chemiesaal", der ein weiterer Bestandteil eines lückenlosen Bildungssystems in Herzogenaurach sei. Auch die Stadt investiere gern in die Schulen, und "wenn wir ein bisschen mehr tun können, tun wir das."

Und dann ging's an einen farbenfrohen Versuch, mit Chemielehrer Armin Paulini und seinen Schülern. Gequalmt und gestunken hat's auch. Und in allen Farben geleuchtet - sehr zur Freude der Politiker.

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