Herzogenaurach
Stau

Chaos auf der Autobahn bremst Herzogenauracher Wallfahrer aus

Bei der Herzogenauracher Fußwallfahrt nach Dettelbach hat heuer alles geklappt, bei der Anfahrt mit Bus und Auto nicht.
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Mit Pater Moison an der Spitze erreichten die Fußwallfahrer am Samstag Dettelbach.    Foto: Helmut Fischer
Mit Pater Moison an der Spitze erreichten die Fußwallfahrer am Samstag Dettelbach. Foto: Helmut Fischer
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Alles war am vergangenen Sonntag bestens vorbereitet für den Festgottesdienst der Herzogenauracher in der Wallfahrtskirche "Maria im Sand" in Dettelbach. Über 50 Fußwallfahrer, die am Samstag nach schweißtreibenden 85 Kilometern den unterfränkischen Gnadenort erreicht hatten, dazu die Fuß-Bus-Wallfahrer, die Firmlinge auf den Fahrrädern, sie alle warteten am Sonntag ab 8.30 Uhr auf weitere Herzogenauracher, die per Bus und mit zahlreichen privaten Autos kommen wollte, um ein Bekenntnis ihres Glaubens in der Dettelbacher Wallfahrtskirche abzulegen.

Aber man wartete vergebens. Erste Anrufe per Mobiltelefon ließen Böses ahnen: Vollsperre auf der Autobahn in Richtung Würzburg auf der Höhe der Raststätte "Steigerwald". Auf der viel befahrenen Strecke ging nichts mehr vorwärts, ein schwerer Unfall hatte zur Vollsperrung geführt und zahlreiche Herzogenauracher standen im Stau.

Die Basilika in Dettelbach war in diesem Jahr dennoch gut besetzt mit Herzogenaurachern, die bereits am Samstag in Dettelbach eingetroffen waren. Glücklicherweise war Stadtpfarrer Helmut Hetzel bereits am Vorabend angereist, ebenso wie sein indischer Amtskollege . Der Festgottesdienst konnte ohne Einschränkung stattfinden festlich umrahmt von Toni Rotter und seinem Chor.

Helfer am Wegesrand

Beim Rückmarsch herrschte trotz der sengenden Hitze beste Stimmung: Man erinnerte sich nach all den Strapazen an die freundliche Aufnahme beim Hinmarsch in Großenseebach, in Höchstadt und auf dem Weg durch den Ebrachgrund von Weingartsgreuth über Schlüsselfeld bis Geiselwind in Richtung Wiesentheid bis zum Zielort Dettelbach. Ob es am geistlichen Beistand durch den indischen Geistlichen Pater Moison gelegen hat, der erstmals die Pilgerschar von Anfang an begleitete?

Alles hatte perfekt gepasst, angefangen vom Transport des Gepäcks über die Versorgung mit Getränken und schließlich gab es Wegrand immer wieder hilfsbereite Menschen, die Getränke und Wegzehrungen reichten wie beim Poppenhof oder in Höfen. Glücklich und zufrieden erinnerte man sich beim Einzug in die hiesige Pfarrkirche an die schönen Augenblicke der Wallfahrt, an die beeindruckende Lichterprozession in Dettelbach, den Zusammenhalt der gesamten Gruppe, die gegenseitige Hilfestellung, zu der auch die Herzogenauracher Feuerwehr zählte, die am Samstag bereits ab 5 Uhr in der Früh ihre Landsleute auf der vielbefahrenen Landstraße ab Geiselwind sicherte.

Die veranwortlichen Wallfahrtsleiter Thomas Kotzer, Helmut Fischer, Brigitte Kreppel und Thomas Matzick waren nach der Rückkehr glücklich und dankbar, schließlich hatte das "Unternehmen Wallfahrt" wieder viel Vorbereitungszeit und Organisationstalent erfordert. "Alle sind wieder gesund und wohlbehalten nach bis zu drei tägiger Pilgerschaft zurückgekehrt, und manche um ein Sorgenpaket leichter", wie es Helmut Fischer abschließend formulierte.

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