Herzogenaurach
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Caritas berät seit 40 Jahren Familien im Landkreis ERH

Die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Caritas feiert Jubiläum.
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Simone Steiner und ihr Vorgänger Heribert Schneider, daneben einige der Tätigkeitsberichte aus den vergangenen 40 Jahren.    Foto: Richard Sänger
Simone Steiner und ihr Vorgänger Heribert Schneider, daneben einige der Tätigkeitsberichte aus den vergangenen 40 Jahren. Foto: Richard Sänger
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Seit 40 Jahren unterstützt die Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Caritas im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kinder, Jugendliche und ihre Eltern bei Fragen des Zusammenlebens in der Familie und bei der Suche nach Wegen für eine gute Entwicklung. Dort finden Eltern, Kinder und Jugendliche Beratung bei Konflikten, Verhaltensauffälligkeiten und Fragen der Entwicklung.

Der Landkreis spielte vor 40 Jahren mit diesem Angebot eine Vorreiterrolle in ganz Bayern. "Das Zusammenleben der Familien heute basiert auf ganz anderen Voraussetzungen als noch vor 40 Jahren. Es gibt vielfältige Strukturen und Familienformen. Erziehung muss daher im Zuge gesellschaftlicher Entwicklungen immer wieder überdacht werden. Wir möchten Eltern und ihre Kinder ermutigen, sich an unsere Beratungsstelle zu wenden, bevor Problemkonstellationen eskalieren", sagt die Leiterin der Erziehungsberatung, Simone Steiner.

So haben es Simone Steiner und ihr Team zum Beispiel auch mit Fällen zu tun, in denen gescheiterte Beziehungen das Kindeswohl bedrohen. Eltern und ihre Kinder brauchen in Problem- und Konfliktsituationen auch professionelle Unterstützung. Meist sind Belastungen im familiären Umfeld, nach einer Trennung oder Scheidung etwa, und Beziehungskonflikte die Ursache dafür, dass sie Rat und Hilfe in der Kinder-, Jugend- und Familienberatungsstelle suchen. Kinder und Jugendliche wenden sich vor allem mit Störungen im Gefühlsbereich wie Ängsten und emotionaler Labilität, Auffälligkeiten im Leistungsverhalten und Aufmerksamkeitsstörungen an die Fachkräfte.

Zur Geburtstagsfeier im Gemeindesaal St. Otto freute sich Simone Steiner über den Besuch des gesamten Teams und einer Reihe von ehemaligen Mitarbeitern sowie von Vertretern aus Kirche und Politik. Zusammen mit der Leiterin begaben sich die Gäste auf eine Zeitreise durch die vergangenen 40 Jahre.

Hilfe zur Selbsthilfe

Steigende Fallzahlen - 2015 waren es noch 950 Ratsuchende, 2017 bereits 982 - prägen die Arbeit der Psychologen und Sozialpädagogen der Beratungsstelle, die inzwischen 6,3 Vollzeitstellen für Beratung und eine Vollzeitstelle für die Verwaltung ausfüllen. In den 40 Jahren haben sich mehr als 24 000 Eltern, Kinder und Jugendliche an die Beratungsstelle gewandt. Die Beratungsstelle ist offen für Menschen, die im Landkreis Erlangen-Höchstadt ihren Wohnsitz haben.

Oberster Grundsatz ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Ratsuchenden nehmen die Hilfe freiwillig in Anspruch. Sie ist kostenfrei und die Mitarbeiter der Beratungsstelle sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Neben der beratenden Tätigkeit engagiert sich die Einrichtung auch im präventiven Bereich. So erscheint halbjährlich ein Präventionsprogramm mit Gruppenangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Themen für Vorträge und Seminare. Dazu finden ausgewählte Gruppenangebote in Kooperation mit der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle in der Stadt Erlangen statt.



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