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Herzogenaurach
Planungen

Büros statt Autohaus: 450 Arbeitsplätze im Norden von Herzogenaurach

Die IT-Firmen machen den Bereich nördlich der Ringstraße in Herzogenaurach zu einem kleinen Silicon Valley. Jetzt sollen zwei neue Bürobauten entstehen, Investor ist Vipa-Chef Wolfgang Seel. Das VW-Autohaus zieht ins Gewerbegebiet um.
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Das VW-Autohaus in der Herzogenauracher Ringstraße soll weg, zwei große Bürogebäude sind geplant. Investor ist Wolfgang Seel, der bereits den Komplex im Hintergrund gebaut hat.  Foto: Bernhard Panzer
Das VW-Autohaus in der Herzogenauracher Ringstraße soll weg, zwei große Bürogebäude sind geplant. Investor ist Wolfgang Seel, der bereits den Komplex im Hintergrund gebaut hat. Foto: Bernhard Panzer
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Der Hightech-Standort der Stadt wächst weiter. In der Ringstraße sollen zwei große Bürohäuser gebaut werden, in denen bis zu 450 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz finden. Das berichtet Bürgermeister German Hacker (SPD) im Pressegespräch.

Investor ist Wolfgang Seel, der Chef der benachbarten IT-Firma Vipa. Er hat vor ein paar Jahren schon einen großen Komplex gebaut, in dem das Hightech-Unternehmen Proleit erweitern konnte und auch die Schaeffler-Academy eingezogen ist. Direkt nebenan entstehen nun die beiden bis zu 26 Meter hohen Bauten. Der Planungsausschuss soll am Dienstag einer Änderung des Bebauungsplans zustimmen und dem Projekt den Weg ebnen.
Laut Hacker plant Seel, der gewissermaßen als privater Investor auftritt, die Gebäude an Firmen zu vermieten. Langfristig sei das aber sicher auch eine Garantie für eine mögliche Erweiterung des eigenen Unternehmens.


Autohaus zieht um

Bislang ist auf dem Gelände ein Autohaus beheimatet. Und zwar die ehemalige Firma VW Wormser. 2012 hatten zwei ehemalige Wormser-Mitarbeiter den Betrieb übernommen und den Namen WAS kreiert. Das Autohaus verschwindet aber keineswegs, wie Bürgermeister Hacker weiter informierte. Im Gegenteil: Unweit gelegen, im neuen Gewerbegebiet an der Bamberger Straße, wurde ein 8000 Quadratmeter großes Grundstück direkt an der Nordumgehung erworben. Dort sollen ein Neuwagen-Verkauf und eine Werkstatt entstehen.

Vipa-Chef Wolfgang Seel hat das Grundstück an der Ringstraße bereits erworben. Damit die geplanten Baukörper nicht zu massiv erscheinen, soll das Gelände abgeflacht und ebenerdig bebaut werden. Bislang führt eine Rampe hinauf zum Autohaus.

Auch Läden und Gastronomie

Das Planungskonzept sieht nun folgendes vor: 8000 Quadratmeter Bürofläche in zwei Baukörpern, die vier bis fünf Geschosse respektive 22 bis 26 Meter hoch sein dürfen. Dazu kommen noch, direkt an der Ringstraße gelegen, 1200 Quadratmeter für mehrere Einzelhandelsbetriebe und 400 Quadratmeter für die Gastronomie. Tiefgaragen oder Parkdecks kommen in entsprechender Größe hinzu.

Für Hacker ist das Vorhaben absolut verträglich. Die Höhe der Bauten bleibe auch unter der des Nachbarkomplexes. Letztlich sei in punkto Verkehr sogar eine gewisse Entspannung zu erwarten. Durch den Umzug des Autohauses fallen ja die Autotransporter weg, sagte Hacker.

Im Planungsausschuss erwartet das Stadtoberhaupt keine größeren Probleme. Nichtöffentlich habe man sich damit ja bereits befasst. In der Sitzung werden Mitarbeiter des Ingenieurbüros Quandt das Vorhaben erläutern.
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