Herzogenaurach
Unterschriftenübergabe

Bürgerbegehren für die Aurachtalbahn rückt näher

Die Bürgerinitiative (BI) "Pro Aurachtalbahn" hat 2173 Unterschriften gesammelt, um die Reaktivierung der Aurachtalbahn prüfen zu lassen.
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Die Vertreter der BI haben 2173 Unterschriften ins Rathaus gebracht.    Foto: Birgit Jentsch
Die Vertreter der BI haben 2173 Unterschriften ins Rathaus gebracht. Foto: Birgit Jentsch

Die Bürgerinitiative (BI) "Pro Aurachtalbahn" hat der Stadtverwaltung Herzogenaurach am Donnerstag 2173 Unterschriften übergeben und die Zulassung eines Bürgerbegehrens mit anschließender Durchführung eines Bürgerentscheides beantragt. Das geht aus einer Pressemitteilung der BI hervor.

Die Frage, über die die Bürger in einem Bürgerbegehren abstimmen sollen, lautet: "Sind Sie für die Reaktivierung der Aurachtalbahn und dafür, dass die Stadt Herzogenaurach ein vom Zweckverband Stadt-Umland-Bahn unabhängiges Planungsbüro mit der Durchführung des Standardisierten Bewertungsverfahrens für die Reaktivierung der Aurachtalbahn als S-Bahn beauftragt?"

Objektive Bewertung gewünscht

Die BI will erreichen, dass von einem vom Zweckverband Stadt-Umland-Bahn unabhängigen Planungsbüro eine objektive Standardisierte Bewertung der Aurachtalbahn durchgeführt wird. Das ist bisher nicht erfolgt, heißt es in der Mitteilung weiter. Ein entsprechender Stadtratsantrag der CSU im Mai 2018 sei von der rot-grünen Mehrheit abgelehnt worden. Nach Vorliegen der Bewertung könne sachlich über die Zukunft der Aurachtalbahn diskutiert werden, was bis heute immer noch nicht möglich sei.

Die Aurachtalbahn soll nach Wunsch der BI eine Bahnverbindung von und nach Erlangen, nicht nur vorrangig für die ortsansässigen Firmen, sondern vor allem für die Bürger von Herzogenaurach, eine "Bürgerbahn", werden. Für eine "Bürgerbahn" spräche unter anderem die massive Entlastung der vom Individualverkehr stark frequentierte Staatsstraße (St 2244) von Herzogenaurach nach Erlangen, die Reduzierung der Emissionen der Kraftfahrzeuge und Verringerung der Immissionen auf die Menschen und die Umwelt in Herzogenaurach, Niederndorf, Erlangen-Bruck und Erlangen, die Schaffung einer schnellen Verkehrsanbindung an das S-Bahnnetz des Verbundes Großraum Nürnberg für Berufspendler, Schüler sowie Senioren und die Nutzung der vorhandenen Taltrasse und keine weitere Vernichtung von wertvollen Ackerflächen.

Kritik an der Koalition

"Beim Einsammeln der Unterschriften haben wir von den Bürgern großen Zuspruch für unser Anliegen erfahren. Aktuell ist es bundesweit ein einmaliger Vorgang, dass eine rot-grüne Rathaus-Koalition alles unternimmt, um einer kurz zuvor gekauften Eisenbahnstrecke (2017) durch eigens herbeigeführte Entscheidungen im städtischen Planungsausschuss durch weitere Bahnstrecken-Entwidmungen die Zukunftsfähigkeit zu nehmen. Darüber hinaus stemmt sich diese Koalition politisch massiv gegen das von Bürgern initiierte Bürgerbegehren. Die Bürger haben kein Verständnis für die Haltung des Bürgermeisters und des Stadtrats. Vielleicht wurde diese Stimmung von einigen Lokalpolitikern noch nicht wahrgenommen", bemerkt Peter Dittrich, Sprecher der Bürgerinitiative "Pro Aurachtalbahn".



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