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LKR Erlangen-Höchstadt
Landkreis Erlangen-Höchstadt

Bürger können zur Stadt-Umland-Bahn abstimmen

Die Bürgermeister von Röttenbach und Adelsdorf möchten wissen, ob sie notfalls Unterstützung für ein Bürgerbegehren zur Stadt-Umland-Bahn bekämen. Sie wollen die Pläne nur weiter verfolgen, wenn Bund und Land 90 Prozent der Gesamtkosten übernehmen würden.
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Auf der Hompage von Röttenbachs Bürgermeister Wahl können die Bürger ihre Meinung zur Stub abgeben.  Screenshot: red
Auf der Hompage von Röttenbachs Bürgermeister Wahl können die Bürger ihre Meinung zur Stub abgeben. Screenshot: red
Auf 400 Millionen Euro ist sie inzwischen veranschlagt, die Stadt-Umland-Bahn, die einmal von Nürnberg nach Erlangen und weiter auf drei Ästen nach Herzogenaurach, Höchstadt und Uttenreuth führen könnte. Seit vielen Jahren schwirren die Pläne für ein solches schienengebundenes Verkehrssystem in den Köpfen der Kommunalpolitiker herum. Bislang war dieses Projekt an den Kosten gescheitert.

Inzwischen ist die Stub-Diskussion wieder aufgeflammt. Vor allem Herzogenaurach macht sich für den Bau stark und favorisiert eine abgespeckte Version, die auf den Ast nach Höchstadt verzichtet. Im westlichen Landkreis kommen solche Überlegungen überhaupt nicht gut an. Hier sehen die Kommunen nicht ein, warum sie für ein Verkehrssystem bezahlen sollen, von dem sie nichts haben.

Der Kreistag hat bereits mehrheitlich beschlossen, die Stub-Pläne nur dann überhaupt weiter zu verfolgen, wenn Bund und Freistaat den Bau mit 90 Prozent der Gesamtkosten bezuschussen. Aktuell ist eine solche Förderung aber noch nicht in Sicht.

Zu früh für einen Zweckverband

Dafür gibt es von Seiten der Großstädte Nürnberg und Erlangen schon konkrete Bestrebungen, zusammen mit dem Landkreis Erlangen-Höchstadt einen Zweckverband Stub zu gründen.

Den Freien Wählern im Kreis geht dies zu schnell. "Wo wir momentan stehen, brauchen wir noch keinen Zweckverband", sagt Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW). Zu den aktuellen Bedingungen könne sich die Stub derzeit keiner leisten, ist Fischkal überzeugt. Gefördert werden nämlich nur Streckenabschnitte, wo die Schienen nicht auf Straßentrassen verlegt werden. Hier müsste erst eine bundesweit geltende Verordnung geändert werden, um die Gesamtkosten bezuschussen zu können.

Für die Freien Wähler kommt eine Stub nur in Frage, wenn es 90 Prozent Zuschuss auf die Gesamtkosten gibt und auch ein Ast über Dechsendorf, Röttenbach, Adelsdorf nach Höchstadt mit eingeplant wird. Notfalls sei man bereit, einen Bürgerentscheid zur Stub zu initiieren.

Neben Adelsdorfs Bürgermeister Fischkal und dessen Kollegen Gerald Brehm (Höchstadt) und Herbert Saft (Kalchreuth) ist Röttenbachs Bürgermeister Ludwig Wahl eine treibende Kraft. Wahl hat jetzt auf seiner privaten Homepage zusammen mit Kollegen Fischkal eine Umfrage gestartet, ob die Bürger überhaupt Interesse an einem Bürgerentscheid über die Stub hätten. "Wollen die Leute eine Beteiligung", will Fischkal wissen und verweist auf die CSU-Mittelstandsunion, die eine ähnliche Richtung einschlägt.

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