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Höchstadt a. d. Aisch
Baustelle

Brückenneubau in Höchstadt: Jetzt wird der Stahl gespannt

Aus über 600 Kubikmeter Beton wurde die neue Flutbrücke in Höchstadt gegossen. Das Projekt liegt im Zeitplan und soll im November fertig sein.
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Die im frischen Beton auf der neuen Flutbrücke verlegten Stahlstäbe werden jetzt gespannt. Foto: Andreas Dorsch
Die im frischen Beton auf der neuen Flutbrücke verlegten Stahlstäbe werden jetzt gespannt. Foto: Andreas Dorsch
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Die Kräfte sind enorm, die seit Freitag auf die frisch betonierte, neue Flutbrücke über das Aischtal wirken. Arbeiter begannen mit der Vorspannung der Spannglieder. Die meterlangen Baustahlstäbe in den Leerrohren werden Anfang kommender Woche noch einmal nachgespannt, ehe dann auch diese Rohre mit Beton ausgepresst werden.

Durch die Spannung der Stahlstäbe wird die dieser Tage betonierte Brücke teilweise um fünf bis acht Zentimeter angehoben. Und genau so soll es auch sein, erfuhr der FT am Freitag auf der Baustelle. Fachleute sprechen von Spannbeton.

Nachdem der 60 Jahre alte Beton dieser Art bei den Vorgänger-Brücken über die Aisch und das Tal marode geworden war, hatte das für die Staatsstraße zuständige Staatliche Bauamt in Nürnberg den Abriss und die Erneuerung der beiden Brücken veranlasst. Die Aischbrücke war im vergangenen Jahr dran, die Flutbrücke wird jetzt gebaut. Die Aischbrücke sollte eigentlich schon im Herbst vergangenen Jahres fertig sein, ist es aber bis heute noch nicht.

Dafür liegt als zweiter Bauabschnitt die Flutbrücke voll im Zeitplan. Im November soll sie freigegeben werden. Dann könnte aus dem aktuell einspurigen Schleichweg über den Festplatz und die neue Aischbrücke wieder ein leistungsfähiger Aischübergang werden.


81 Betonmischer rollten an

81 Mischfahrzeuge mit jeweils 7,5 Kubikmeter Beton rollten am Mittwoch zwischen 6 und 17 Uhr auf die Baustelle. Zwei mobile Betonpumpen ließen das Material in die 85 Meter lange Holzverschalung fließen. Vier Tage lang muss der frische Beton jetzt nachbehandelt und feucht gehalten werden, damit er nach Vorschrift aushärten kann.

Nicht zu früh, aber auch nicht zu spät werden dann die Stahlstäbe gespannt. Ließe man den Beton zu trocken werden, könnte er beim Spannen reißen. Je nach Witterung muss das Bauwerk dann weitere 10 bis 14 Tage austrocknen, um anschließend von oben versiegelt zu werden.

Auf knapp drei Millionen Euro ist allein die Erneuerung der Flutbrücke veranschlagt. Wie der FT auf der Baustelle erfuhr, sind bereits 63 Prozent dieser Summe verbaut. Als einer der nächsten Schritte wird jetzt das hölzerne Traggerüst der neuen Brücke Zug um Zug wieder ausgebaut.
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