Weisendorf
Brauchtum

"Blummazupfer" geben die Macht zurück

Die Regentschaft der Narren ist auch in Weisendorf vorläufig wieder beendet. Der Bürgermeister hat den Rathausschlüssel zurück.
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Zur Sicherheit wusch Bürgermeister Heinrich Süß (2. v. r.) seinen Geldbeutel auch mit, denn der alte Faschingsbrauch soll ja dabei helfen, dass die Börse bald wieder gut gefüllt ist.  Foto: Richard Sänger
Zur Sicherheit wusch Bürgermeister Heinrich Süß (2. v. r.) seinen Geldbeutel auch mit, denn der alte Faschingsbrauch soll ja dabei helfen, dass die Börse bald wieder gut gefüllt ist. Foto: Richard Sänger
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Pünktlich um 11.11 Uhr standen die "Blummazupfer" vor dem Weisendorf Rathaus. "Erst will ich den Schlüssel zurück", forderte Bürgermeister Heinrich Süß (UWG), bevor es zur bereitgestellten Wanne mit warmem Wasser zum Waschen der leeren Geldbeutel ging. Sitzungspräsident Matthias Petsch bedauerte etwas, dass sich die Weisendorfer Narren nicht an der Gemeindekasse vergriffen haben, weil die Session doch ziemlich teuer war und jetzt die Kasse der "Blummazupfer" leer sei.
Dafür hatte der Bürgermeister eine gute Nachricht: Ab 15. Februar ist Weisendorf schuldenfrei. Die "Blummazupfer" erinnerten den Bürgermeister deswegen gleich an die geplante Sporthalle, damit die Garden ihr komplettes Training in Weisendorf abhalten können. Ob das bis zur kommenden Session aber klappt, wollte der Bürgermeister aber nicht versprechen.


Eine Forderung wird erfüllt

Für die Narren hatte er aber ein großes Lob parat, so seien nicht nur die beiden Prunksitzungen ein Genuss gewesen, sondern auch in der Region hätten die "Blummazupfer" den Markt Weisendorf hervorragend vertreten. Unter anderem beim Faschingszug in Erlangen-Bruck, bei dem der Bürgermeister auf dem Weisendorfer Wagen selbst mitfuhr. Wie auch bei Faschingszug in Weisendorf, bei dem er zusammen mit dem Landrat kiloweise Süßigkeiten unter die Zuschauer brachte. "Der Markt Weisendorf kann auf die ,Blummazupfer‘ mit ihren Garden stolz sein, insbesondere auch darauf, dass sich die jungen Tänzerinnen dem Wettbewerb stellten", erklärte Bürgermeister Süß und stieß mit dem Elferrat auf eine gelungene Session an.
Auch der Forderung des Heimatvereins, auf dessen Wagen beim Faschingszug zu lesen war: "Hundetoiletten gibt es überall. Toiletten für Bürger auf keinen Fall. Im Schlosspark sitzen ein Genuss, solang man nicht zur Toilette muss", wird die Gemeinde nachkommen. Bis zum nächsten Schlossgartenfest werden mit Sicherheit Toiletten installiert sein, versprach der Bürgermeister. Bevor die "Blummazupfer" zum Heringsessen in die Mehrzweckhalle weiterzogen, kündigte Sitzungspräsident Matthias Petsch gleich an, dass man am 11. 11. wieder an der Rathaustür rütteln werde.
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