Herzogenaurach
Baumpflanzung

Blühende Fanfreundschaft: Ein Baum für die Clubberer

Die Schalker Fans aus Horstmaar haben ihren Herzogenauracher Freunden vom 1.FCN-Fanclub "Frankenpower" zum Jubiläum einen Spitzahorn geschenkt.
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Bernhard Weidner, Jürgen Horneber und Elmar Amling (von links) freuen sich über das  Bäumchen der Fanfreundschaft mit Schalke Fotos: Bernhard Panzer
Bernhard Weidner, Jürgen Horneber und Elmar Amling (von links) freuen sich über das Bäumchen der Fanfreundschaft mit Schalke Fotos: Bernhard Panzer
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Sie haben beide einiges mitgemacht in dieser Saison: die Fans des 1. FC Nürnberg und vom FC Schalke 04. Während die Königsblauen das Jahr nach dem Vizemeistertitel schlicht als missraten abhaken können, wird sich der Club wohl wieder mal mit einem Abstieg abfinden müssen. Wenn da nicht ein Wunder geschieht, das obendrein am letzten Spieltag von den Schalkern mit abhängen könnte.

Viele Wenn und Abers, die die Fans beider Lager getrost zur Seite legen können. Denn bei ihnen gibt es weder Wenn noch Aber: Beide Gruppen sind eng befreundet, beide halten zusammen. Und für das Städtchen Herzogenaurach bedeutet das eine blühende Freundschaft des hiesigen FCN-Fanclubs mit dem Fanclub "Schalker Virus" aus Horstmaar.

Es ist im wörtlichen Sinne eine blühende Freundschaft. Denn zur 30-Jahr-Feier von "Frankenpower" im Juni empfingen die Fanglubberer aus Herzogenaurach freilich auch Gäste aus Nordrhein-Westfalen. Und die hatten ein ganz besonderes Geschenk im Gepäck: einen japanischen Spitzahorn. Die Blätter dieses Laubbaums haben die Fähigkeit, im wunderschönsten FCN-Weinrot zu leuchten.

Vom Stadtgärtner gepflegt

Monatelang lagerte das Bäumchen im Baubetriebshof der Stadt und wurde dort gehegt und gepflegt. Jetzt aber ist ein geeigneter Platz gefunden worden, und Gärtnereichef Fritz Bayer rief die Clubfans zur Baumpflanzung an die Schütt. In einem Pflanzstreifen am Rande des Imbissplatzes hat das Jubiläumsbäumchen seinen Aufenthalt gefunden. Auf dem Nürnberger-Tor-Platz, der sich für Clubfans ja auch angeboten hätte, war kein Platz.

Zur Pflanzaktion hatte man gleich das passende Wetter: Es regnete. Durst leiden muss das Bäumchen aber auch sonst nicht, denn der Bauhof fährt in trockenen Sommertagen doch ohnehin zum Gießen dorthin. Und wenn es erneut zu einer monatelangen Dürre kommen sollte, müssen die Fans sicherheitshalber halt selbst unterstützend zur Gießkanne greifen. Dem "Eventmanager" Bernhard Weidner würde es dann obliegen, unter den aktuell 99 Mitgliedern einen Arbeitsdienst einzusetzen. Oder er macht das selbst; vom Postkreisel hat er es ja nicht sehr weit. Der Optiker will das Pflänzchen jedenfalls im Auge behalten.

Vor einer gelben Wand

Die Betreiber des Imbiss-Kiosk und ihre Gäste erfreuten sich schon am ersten Tag des schönen Anblicks. Patricia Grün findet die frischen Farben sehr schön, wie sie sagte. Für sie passen die weinroten Blätter ideal zur gelben Wand dahinter. Die Schalkefans sollten diesen Begriff aber besser nicht zu hören bekommen.

Wie Fanclub-Vorsitzender Elmar Amling vor Ort sagte, werden die Freunde aus Horstmaar wieder zur Sommerkirchweih erwartet. Dann soll auch ein Schildchen angebracht werden, das die Fanfreundschaft kennzeichnet. Das ist dann Aufgabe der Schalker. Die Clubberer griffen jedenfalls schon jetzt zum Spaten und setzten den Baum ein, professionell angeleitet von Fritz Bayer. Sicher sind sie sich, dass er auch in Zweitliga-Zeiten wunderbar gedeihen wird, gleichwohl man die Hoffnung selbstverständlich noch nicht aufgegeben hat. Gegen die Gladbacher gibt's am Samstag in jedem Fall einen Sieg, sagten die vier Pflanzmeister. Klar, denn nur ein Dreier könnte das Fußballwunder noch einleiten.



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