Herzogenaurach
Lauf für Kaya

Bei 400 Metern ist nicht Schluss

Patrick Schneider läuft die kurzen Distanzen. Bei dem Herzogenauracher Spendenlauf wird aber jeder Kilometer in bare Münze umgewandelt. Eine Herausforderung für den Sprinter, der allerdings optimistisch ist.
Artikel drucken Artikel einbetten
Patrick Schneider schaut sich schon mal auf der Laufbahn für den 17. Mai um: Denn bei diesem Lauf geht es um deutlich mehr als um 400 Meter.  Foto: Michael Busch
Patrick Schneider schaut sich schon mal auf der Laufbahn für den 17. Mai um: Denn bei diesem Lauf geht es um deutlich mehr als um 400 Meter. Foto: Michael Busch
+10 Bilder

Im Grunde ist er ein Sprinter. Vor allem die 400 Meter absolviert der Leichtathlet Patrick Schneider in unglaublichen Zeiten. Doch beim Lauf beim Kaya sind im Grunde längere Distanzen geplant. Als "Promiläufer" ist er das Gesicht des Laufes, der am 17. Mai stattfinden wird.

Er reiht sich ein zu Läufern wie Asha Noppeney, Dietmar Mücke und André Lange. Alle Langstreckenläufer, die bis zu 70 Kilometer bei dem größten Herzogenauracher Sportevent absolviert haben. Und das ist in diesem Jahr der große Unterschied. Doch der "Sprinter" gibt sich optimistisch. "So zwölf Kilometer werde ich sicher schaffen", erklärt er bei der von den Herzogenauracher Gymnasiasten organisierten Pressekonferenz. Schneider bittet aber auch um Verständnis, dass es viel mehr nicht werden wird. "Ich stehe vor einigen Höhepunkten im sportlichen Jahr, da kann ich mich bei einem Charity-Lauf nicht ganz kaputt machen."

Die Schüler des P-Seminars zeigten sich bei der Konferenz vielseitig interessiert an dem Athleten, der als Amateur in die Wettkämpfe geht.Sie ließen sich darüber informieren, dass er bei den Weltmeisterschaften in Katar rennen will, aber auch, dass er im "richtigen Leben" in Herzogenaurach bei Puma arbeitet. "Die stellen mich frei und ermöglichen mir sportlich alles", schwärmt er von seinem Arbeitgeber und fügt hinzu: "Das ist nicht selbstverständlich."

In Spiderstrümpfen gestartet

Beantwortet wurde auch die Frage, ob er irgendwelche "Riten" vor einem Wettkampf pflege. Das verneinte er, gab aber zu, dass er Socken sammele. So habe er bei seinem Lauf in London in Spidermansocken getragen. "Das ist mein Lieblingsheld", gab er schmunzelnd zu.

Nun freut er sich erst einmal auf Kaya. Denn es geht letztlich ja darum, dass Spenden gesammelt respektive erlaufen werden. Das System ist einfach: pro Runde ist ein Spendenbetrag zu zahlen, die der Läufer selber tragen kann oder sich sponsern lässt. Auch wenn der Lauf eine Erfolgsgeschichte ist, werden Neuerungen präsentiert. Zum einen gibt es die Möglichkeit heuer und erstmalig im Atlantis für Kaya zu schwimmen. Dort werden die Spenden pro Bahn bezahlt. Eine weitere Neuerung ist ein Shirt, das allerdings im Vorfeld zu bestellen ist. Schneider honoriert das Engagement und freut sich, dass die Schüler zusammen mit dem Seminarleiter Matthias Engel sich in dieser Sache engagieren.

Kaya braucht die Hilfe

Der prominente Läufer, aber auch die Organisationen rufen auf, dass sich möglichst viele Menschen am 17. Mai beteiligen. "Es wäre schön, wenn die Bürger einfach auch dabei wären", erklärte P-Seminar-Leiter Matthias Engel. Immerhin gilt es, ein hehres Ziel zu knacken: die Spendenhöhe von 47 000 Euro soll übertroffen werden.

Der 1. FC Herzogenaurach gab schon mal einen ersten Anschub: 1000 Euro wurden bei der Veranstaltung übergeben. Geld, das den Bewohnern Kayas, die heuer unter einer Dürrekatastrophe leiden, sicher gut tun wird.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren