Herzogenaurach
Filmaufnahmen

Bayerischer Rundfunk dreht in Herzogenaurach

Für die Kultursendung "Weiß-Blau" ist ein Team des Bayerischen Rundfunks in Herzogenaurach. Mit viel Blick fürs Detail erstellte es die Aufnahmen. Der Film soll im Oktober ausgestrahlt werden.
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Der BR drehte in Herzogenaurach. Fotos: Michael Busch
Der BR drehte in Herzogenaurach. Fotos: Michael Busch
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"Ich heiße Erwin Lottemann und bin Rentner. Und in 66 Jahren fahre ich nach Island und da mache ich einen Gewinn von 500.000 Mark." Annett Segerer lacht auf: "Nein, ganz so wie in dem Sketch von Loriot ist es glücklicherweise nicht." Störungen von außen seien eher mal der Fall. "Ein Auto, das ins Bild fährt, ein Flugzeug, das den Ton stört." Annett Segerer moderiert einen Beitrag für die Sendung "Weiß-Blau" des Bayerischen Rundfunks.

"Die Schattenlinie entlang gehen, nicht zu sehr nach rechts!" Alexander Saran blickt nicht direkt zur Moderatorin, die mit roten und vor allem hohen Stöckelschuhen das Pflaster vom Marktplatz in Richtung Herzogenauracher Schlosshof zu überwinden versucht. Und das, soweit es geht, mit apartem Gang und den richtigen Text entspannt aufsagend. Der Regisseur Saran schaut genau in seinen Monitor, um den perfekten Moment einzufangen.

Schnelle Planung

Angewiesen ist er dabei auf Tom Wittmann. Der Kameramann und sein technisches Team sind verantwortlich dafür, dass alles stimmt. "Die Schwierigkeiten sind die wechselnden Lichtbedingungen und der Wunsch, dass wir zum Schluss in ein Schwarz laufen sollen." Es soll also dunkel werden, könnte man als Laie sagen.

Es sind Profis, die für den BR arbeiten. Sie sind drei Tage nach Herzogenaurach gekommen, um all die Szenen zu drehen, in der die Moderatorin auftritt. Außerdem werden einige der Beiträge, die dann in dem halbstündigen Film gezeigt werden sollen, aufgenommen.

Bürgermeister German Hacker (SPD) schaut bei den Filmarbeiten im Schlosshof vorbei. Er ist begeistert über das Geschehen. "Im März haben die Vorbesprechungen zu dem Projekt stattgefunden, jetzt wird gedreht." Die Ausstrahlung ist allerdings im Oktober - in den Nachmittagsstunden an einem Sonntag. "Typische Kulturzeit", meint der Regisseur lächelnd und vielsagend. Wobei er zugibt, dass zum Beispiel schlechtes Wetter "uns ruckzuck 100.000 bis 200.000 Zuschauer mehr bringen kann."

Was genau alles gefilmt wird, verrät die Crew natürlich nicht - es soll bis zur Ausstrahlung ja spannend bleiben. Saran gibt aber preis, dass sich das Thema "Musik" wie ein roter Faden durch den Ablauf zieht. Allein die Interviewpartner geben einen Hinweis darauf. Kantor Toni Rotter wird als Orgellehrer und Chorleiter eine Rolle spielen, Thomas "Smiley" Schönfelder äußert sich zur Musikinitiative Herzogenaurach, Gerald Fink und der Chor "Die Herzo Singers" treten auf. Die Stadtjugendkapelle wird durch deren Leiter Norbert Engelmann vertreten sein.

Lange Durchführung

Die Autorin Anette Orth hat trotz des Fadens erkannt, dass man bei einer Geschichte über Herzogenaurach an zwei Firmen nicht vorbeikommt. So wird Matthias Etzold als Produktdesigner sich zu Adidas äußern und Helmut Fischer zu Puma. Frei nach dem Motto "Da spielt die Musik in Herzogenaurach" wird dieser Themenkomplex eingeflochten.

Die Szene, die in der Mittagszeit im Schlosshof abgedreht wurde, war schnell im Kasten. Trotz des Lichtes, trotz eines Fahrzeuges des Bauhofes, der noch auf den Hof fahren musste. Am Nachmittag galt es dann ein Gespräch mit dem Chef der Herzo Bar zu führen, der spielt in einer Band und passt in die Geschichte. Die drei Tage reichen nicht für den ganzen Dreh - ein weiteres Team wird aus München kommen, um weitere Szenen zu drehen.

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