Wachenroth
Kirchweihumzug

"Bauer sucht Frau" auf die Schippe genommen

"Bauer sucht Frau" - und das in der eignen "Gmaa"! Wenn das kein Thema für den Wachenrother Kerwasumzug ist.
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Ein Landwirt aus einem Wachenrother Ortsteil ist derzeit öfters im TV zu sehen. Stoff genug für einen Kerwaswagen.     Foto: Evi Seeger
Ein Landwirt aus einem Wachenrother Ortsteil ist derzeit öfters im TV zu sehen. Stoff genug für einen Kerwaswagen. Foto: Evi Seeger
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Noch dazu, wo die Yellow Press zu wissen glaubt, dass der Kandidat sich anstatt der ihm zugedachten Mädels mehr für die Moderatorin interessiert.

Der Wagen vom "Traum-Mann" aus dem Ortsteil Horbach war wohl einer, der im Kirchweihumzug besonders viel Beachtung fand. Nicht nur wegen der schönen Kuh, die wirklich einen großen Arbeitsaufwand bedeutet haben dürfte. Auch wegen der hübschen Damen war der Wagen eine Augenweide. Vielleicht sollte sich der Kandidat lieber in der eigenen Gemeinde umschauen

Kerwaspredigt zur Erklärung

Insgesamt neun Wagen hatten die Burschen und Madli vom Kerwasverein gestaltet. Glück mit dem Wetter hatten die Wachenrother auch: Bei herrlichem Sonnenschein säumten unzählige Zuschauer den Weg. An der Baustelle vorbei führte er durch die Ortsmitte nach Kleinwachenroth und zurück zum Festzelt. Einige Themen warfen für nicht eingeweihte Zuschauer vielleicht Rätsel auf. Deshalb wurde nach dem Umzug bei der Kerwaspredigt im Zelt das Geschehen noch einmal aufgearbeitet.

"Fridays for Future", die aktuellen Demonstrationen für Klima und Umwelt, haben in Wachenroth eine ganz andere Option: "Fridays for Freibier" fordern die Kerwasburschen oder sie trennen - zugunsten der Umwelt - "Alkohol vom Glas". Aufs Korn genommen wurde außerdem ein "lausiger Lieferdienst" der Post. Aus dem gelben Wagen purzelten die Päckchen nur so auf die Straße.

Freiheitsstatue mit Maßkrug

Das Baustellen-Labyrinth war ebenso ein Thema wie ein "Chefkoch", der sein Essen "verpennt" hat. Die Rauchentwicklung war entsprechend. Die Burschen und Madli haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben und vermutlich wochenlang an der Gestaltung der Wagen gearbeitet.

Bleibt noch die Frage, was es mit dem Symbol des Kirchweihvereins auf sich hat. Auf den Shirts der Burschen und Mädchen wie auch auf Flyern und Plakaten grüßt immer die New Yorker Freiheitsstatue den Betrachter. Allerdings hat das Wachenrother Symbol anstelle einer Fackel einen Maßkrug in der Hand. Die Kerwasmadli, die sich mit ihrem strahlenförmigen Kopfschmuck an dieses Wahrzeichen angepasst hatten, waren jedenfalls sehr hübsch anzusehen.

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