Baiersdorf
Winter

Baiersdorfer THW im Kampf gegen die Schneemassen

Aktive des Technischen Hilfswerks (THW) Baiersdorf sind seit Freitag in den bayerischen Alpen im Einsatz.
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Nur mit Sicherung können die Einsatzkräfte des THW auf den Dächern arbeiten, hier im Berchtesgadener Land.   Foto: Jürgen Fischer
Nur mit Sicherung können die Einsatzkräfte des THW auf den Dächern arbeiten, hier im Berchtesgadener Land. Foto: Jürgen Fischer

Im Alpenraum spitzt sich die Lage weiter zu: Schwerer, nasser Schnee belastet die Dächer zunehmend. Deswegen hat das Räumen der Dächer höchste Priorität, wie es in einem Pressebericht des Technischen Hilfswerks (THW) heißt, das mit rund 1000 Kräften im Dauereinsatz ist. Die blauen Kräne und Radlader leisten dem THW dabei laut Mitteilung hervorragende Dienste. Das THW stellt sich auf die Verlängerung des Einsatzes ein und organisiert die Ablösung der Kräfte durch neue Teams.

Aus dem THW-Ortsverband Baiersdorf waren seit Freitag zwölf Helfer der Einheiten "Zugtrupp" und "erste Bergungsgruppe" mit zwei Mannschaftstransportwagen und dem Gerätekraftwagen am Einsatzort tätig. Am Samstagmorgen machten sich zur Unterstützung zwei weitere Helfer mit dem Unimog-Kran auf den Weg in das Einsatzgebiet.

Die zweite Bergungsgruppe ist am Sonntagmorgen mit sechs Helfern in das Einsatzgebiet entsandt worden. Sonntagnacht konnte ein Teil der am Freitag in den Einsatz gefahrenen Baiersdorfer THWler den Einsatz beenden. Im Katastrophengebiet verbliebene Kräfte wurden der zweiten Bergungsgruppe zugeführt. Deren Einsatz wird voraussichtlich bis Freitag dauern. Das THW bedankt sich in der Pressemitteilung ausdrücklich bei den Arbeitgebern und bei den Familien der Helfer, die seit einer Woche im Einsatz stark eingebunden sind, für die Unterstützung.

Glauber wirbt für Vorsorge

Angesichts der Wetterverhältnisse in Südbayern und vor allem im Alpenraum wirbt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) auch für eine individuelle Vorsorge. Dafür stellt das Umweltministerium die kostenlose App "umweltinfo" zur Verfügung. Glauber erläutert in einer Pressemitteilung: "Die App ist eine digitale Alarmanlage für die Hosentasche. Wir stärken damit die Bürger beim persönlichen Schutz gegen Naturgefahren. Wintersportler und alle, die sich in den Bergen aufhalten, sollten sich gut informieren, die Schneegefahren ernst nehmen und unbedingt gefährliche Gebiete meiden." Mit der App kann sich jeder über Naturgefahren wie Lawinen oder Hochwasser informieren. Die "umweltinfo"-App übermittelt entsprechende Informationen und Warnungen außerdem in Echtzeit per Push-Mitteilung.



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