Adelsdorf
Ausbau

B 470 ist auf Höhe von Adelsdorf fünf Wochen dicht

Für die Erneuerung der Fahrbahn und den Bau einer Ampel an den Abzweigungen nach Adelsdorf und Neuhaus wird die Bundesstraße komplett gesperrt.
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Die Umleitungsstrecke um den gesperrten Abschnitt der B 470 wird ausgeschildert
Die Umleitungsstrecke um den gesperrten Abschnitt der B 470 wird ausgeschildert
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Die Verkehrsteilnehmer im Raum Höchstadt, Adelsdorf, Hemhofen, Röttenbach, Dechsendorf und Heßdorf stehen von Ende Juli bis Ende August vor der größten Verkehrsbelastung der letzten Jahre: Die B 470 wird zwischen der A3-Ausfahrt Höchstadt-Ost und der östlichen Abzweigung Richtung Adelsdorf komplett gesperrt.

Dass dabei die Umleitungsstrecke mit Personen- und Lastwagen extrem belastet wird, ist unausweichlich. "Wenn das jetzt nicht weh tun würde, bräuchten wir die B 470 nicht", stellt Andreas Eisgruber, verantwortlicher Abteilungsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Nürnberg, ganz nüchtern fest.


Unfallschwerpunkt entschärft

Die Nürnberger Behörde ist Bauherr dieser Maßnahme. Auf einer Länge von rund vier Kilometern wird dabei die Fahrbahndecke der Bundesstraße abgefräst und erneuert. Der Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Bereich der beiden etwas versetzten Einmündungen der Kreisstraße ERH 16 aus Adelsdorf und Neuhaus in die B 470. Dieser Unfallschwerpunkt wird durch die Installation einer Ampelanlage entschärft. An der Kreisstraßen-Einmündung aus Richtung Süden in die B 470 wird zusätzlich noch eine Rechtsabbiegespur gebaut.

Die insgesamt auf rund eine Million Euro veranschlagte Maßnahme diene ausschließlich der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sagt Abteilungsleiter Eisgruber. Für alle, die kein direktes Ziel in dem von der Sperrung betroffenen Bereich haben, gilt die Umleitungsstrecke auf der Staatsstraße von Gremsdorf über Buch, Hannberg, Heßdorf, Dechsendorf, Röttenbach und Hemhofen zurück zur B 470. Das bedeutet etwa 20 Kilometer Umweg.

Wie Eisgruber mitteilt, beginnen am kommenden Montag, 16. Juli, die vorbereitenden Arbeiten. Ab diesem Tag wird auch schon die Kreisstraßen-Einmündung Richtung Neuhaus gesperrt. Ab 30. Juli geht es dann auf der Bundesstraße in die Vollen. Man habe bewusst die Ferienzeit gewählt, weil da kein Schülerverkehr herrscht und auch weniger Pendler unterwegs sind, sagt der Abteilungsleiter.


Arbeiter brauchen Platz

Für eine Vollsperrung habe man sich entschieden, weil bei der Sperrung von nur einer Fahrspur zu wenig Platz gewesen wäre. Nötige Arbeitsräume wären nicht vorhanden. Und auch mehr Qualität sei durch eine Vollsperrung möglich. Man könne in einem Zug asphaltieren und brauche keine Nahtstelle.

Der Unfallschwerpunkt an den Kreisstraßen-Einmündungen werde jetzt erst einmal durch den Bau einer Ampel entschärft, sagt Eisgruber. Untersuchungen, ob hier längerfristig auch ein Kreisverkehr möglich ist, würden laufen.

Auf die setzt Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) und erinnert an die einmütigen Beschlüsse des Kreistags Erlangen-Höchstadt und des Adelsdorfer Gemeinderats, die in dem Einmündungsbereich einen Kreisverkehr fordern. "Das ist weiterhin unser Ziel", sagt Fischkal. Und es sei auch der Wunsch der in Adelsdorf ansässigen Unternehmen mit viel Lkw-Verkehr.

Die Grundstücksfragen für einen Kreisverkehr wären bereits geklärt, versichert der Bürgermeister und freut sich, im Staatlichen Bauamt jetzt einen neuen Abteilungsleiter zu haben, von dem er sich mehr Unterstützung für einen Kreisverkehr erhofft als vom Vorgänger.


Einbahnregelung

Von der fünfwöchigen Vollsperrung der B 470 ist Adelsdorf besonders betroffen. Deshalb habe man sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht und viele Gespräche mit betroffenen Unternehmen geführt, um den Schwerlastverkehr möglichst aus dem Zentrum der Gemeinde herauszuhalten, sagt Fischkal. Weil es eng wird, wenn sich Lastwagen in der Ortsmitte begegnen, erlässt Adelsdorf während der Bauphase eine Einbahnstraßenregelung in der Hauptstraße. Die gilt in Ost-West-Richtung von der Abzweigung nach Uttstadt bis zum DJK-Sportplatz.

Für den Schwerlastverkehr zu den größeren Unternehmen wird eine Behelfszufahrt von der B 470 angelegt, damit die Lastwagen nicht durch den Ort fahren müssen. Auch die Feuerwehren und der Bauhof seien laut Fischkal für die geänderte Verkehrsführung gerüstet.


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