Frauenaurach
Kunst

Ausstellung in Frauenaurach erklärt die Symbolsprache auf Ostereiern

Zwar dauert es noch einige Zeit bis zum Osterfest. Interessenten können sich aber bereits jetzt mit einer Ostereierausstellung im Amtshausschüpfla in Frauenaurach darauf einstellen. Die Ausstellung wird am Samstag eröffnet.
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Monika Bürks zeigt bemalte Ostereier. Fotos: Manfred Welker
Monika Bürks zeigt bemalte Ostereier. Fotos: Manfred Welker
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Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Magie auf Ostereiern - Bedeutung uralter Symbole und Zeichen". Künstlerisch gestaltete Ostereier aus Deutschland und weiteren Ländern sind in der Ausstellung zu bewundern.
Dass der künstlerischen Gestaltung von Eiern faktisch keine Grenzen gesetzt sind, ist den kleinen zerbrechlichen Kunstwerken anzusehen. Schon immer beschäftigten sich viele Menschen auf der Erde mit dem Ei und gestalteten es oder bildeten es in anderen Materialien nach. Eier symbolisieren neues Leben, Reinheit und Fruchtbarkeit. Im Christentum gilt es als Symbol der Auferstehung und Erneuerung: "Wie der Vogel aus dem Ei gekrochen, hat Jesus Christus das Grab zerbrochen" findet sich als Text auf Ostereiern.

Augen gegen den bösen Blick

Da nur wenige Menschen in früheren Jahrhunderten lesen und schreiben konnten, verwendeten sie Symbole und Zeichen, die sie auch auf den Ostereiern
anbrachten. Diese Symbolsprache geriet allerdings im Lauf der Zeit in Vergessenheit. In der Ausstellung in Frauenaurach soll sie wieder in Erinnerung gebracht werden.
Die Zeichen sind eher versteckt, ein Herz steht etwa für Liebe und Güte, mit Blumen kann jeder etwas "durch die Blume sagen", besonders die Rose steht für Liebe und Verehrung. Ein Stern bedeutet Leben und Glück, ähnlich der Lebensbaum. Glück sollen auch Hufeisen und vierblättrige Kleeblätter verheißen. In der Ausstellung wird ein Exemplar aus Ungarn gezeigt, wo Eier mit Hufeisen "beschlagen" werden.
Fruchtbarkeit und Abwehr des Unheils verheißen etwa Sonne und Getreideähren. Die Sorben verzieren Eier mit Zacken als Abwehr des Bösen, andernorts werden Augen gegen den bösen Blick auf Eier aufgebracht. Auch Tiere finden sich auf Ostereiern, so stehen die Tauben für den Frieden. Bänder symbolisieren die Unendlichkeit und ewiges Leben. Verwendet werden natürlich auch christliche Symbole wie Kreuz, Lamm und Hahn. Im orthodoxen Kulturbereich werden Eier mit Motiven wie Ikonen bemalt.
Ein Teil der Vitrinen im Frauenauracher Amtshausschüpfla ist mit Motiven aus der Region bestückt. Eine der ausstellenden Künstlerinnen ist Anita Nagel aus Roßtal, die Eier mit Blumen, Hasen und Dekorativem in Perforationstechnik, aber auch mit Malerei gestaltet. Jutta Triantafyllidis-Grimm aus Frauenaurach zeigt auf ihren Eiern Blumen und fränkische Fachwerkhäuser in Tusche- und Temperamalerei. Marianne Krauß aus Frauenaurach gestaltet Eier mit Kriechtieren und Insekten sowie fränkischen Ortsansichten in Tusche- und Aquarellmalerei. Monika Bürks aus Weimersheim bringt fränkische "Traumlandschaften" in Aquarellmalerei sowie Tiere und Pflanzen auf die Kalkschalen auf.

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