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Erlangen: Auf dem Siemens-Campus zieht Leben ein

Der erste Abschnitt des großen Bauprojekts von Siemens in Erlangen ist so gut wie fertig. Die ersten 2000 Mitarbeiter sind bereits umgezogen.
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Mehrere neue Bürogebäude und Parkhäuser sind bereits in Betrieb.    Foto: Barbara Herbst
Mehrere neue Bürogebäude und Parkhäuser sind bereits in Betrieb. Foto: Barbara Herbst
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Die Umzüge in den Siemens-Campus haben begonnen. Rund 2000 Mitarbeiter des Unternehmensbereichs Mobility wurden bereits umgesiedelt und steuern statt Erlangen-Mitte nun ihre neuen Gebäude, gelegen an der Siemenspromenade in Bruck, an.

Vom früheren Ausbildungszentrum ist nur noch der alte Baumbestand in der Mitte der Promenade übrig. Rechts und links der großzügigen Allee erheben sich nun mehrstöckige Bürogebäude mit Metall-Glas-Fassaden. Sabrina Soussan, Chefin von Siemens Mobility: "Eine neue kleine Stadt entsteht, mit Restaurants und Dienstleistern." Sie hoffe auf ein französisches Bistro, verriet sie beim Pressetermin am Dienstag augenzwinkernd. Die Geschäfte wie ein japanisches Restaurant, Filialen der Kette "Brothaus", vom Frisör Schlenkrich oder der Reinigung Renner beziehen bis zum Sommer die Erdgeschosse der Gebäude.

In den kommenden Monaten werden weitere 2000 Mobility-Mitarbeiter ihre neuen Arbeitsplätze im sogenannten Modul 1 beziehen. Es ist jedoch nicht nur ein Aufbruch in neue Gebäude, sondern auch in eine neue Arbeitswelt.

Eigenes Blockheizkraftwerk versorgt Erlanger Campus

So offen wie der Campus selbst sind nun auch die Büroflächen, untergliedert durch Konferenzräume, mit "Think Tanks" als Rückzugsmöglichkeit.

Das Feedback der Mitarbeiter sei bisher sehr gut, betont Soussan. Maria Christel, langjährige Mitarbeiterin im Vertrieb Highspeed, bestätigt dies: "Es ist mein siebtes Siemens-Gebäude, und mit Abstand das schönste! Der ,Open Space‘ ist ein großer Gewinn für uns. Früher ging man durch Flure mit geschlossenen Türen, jetzt sieht man die Kollegen. Vieles klärt sich schon auf dem Weg in die Kaffeeküche."

In der Tat wirken die Räume mit drei Meter lichter Raumhöhe und großen Fenstern sehr freundlich. Teppichboden und Akustiksegel sorgen für Schalldämmung. Die Fenster lassen sich öffnen, Wärme oder Kühlung kommen von der Decke. Dazu wurde in Bruck eigens ein Blockheizkraftwerk errichtet, das Fernwärme und -kälte liefert. Für Mitarbeiter mit Behinderungen gibt es rollstuhlgerechte Automatiktüren, sprechende Aufzüge und taktile Elemente im Grünraum. Über 500 WLAN-Ports und 400 Kilometer LAN-Kabel wurden eingebaut, über 5000 Bildschirme angeschafft.

Von den drei Parkhäusern mit insgesamt 2600 Pkw- und 1000 Fahrrad-Stellplätzen sowie etlichen Ladestationen für E-Autos und -Fahrräder sind bereits zwei in Betrieb. Besonders freue es sie, so Sabrina Soussan, dass die Mitarbeiter zukünftig mit einem Siemens-Produkt zur Arbeit fahren könnten, der Stadt-Umland-Bahn. Auch eines von zwei Mitarbeiterrestaurants hat bereits geöffnet. Zusammen können sie einmal 800 Mitarbeiter gleichzeitig verköstigen.

Die Siemens-Promenade ist der Anfang einer anderthalb Kilometer langen Achse, die nach Osten führt. Modul 2, auf der anderen Seite der Günther-Scharowsky-Straße gelegen, wird 2022 bezogen, ein weiteres Modul folgt 2025. 2023 wird der östlichste Teil des Südgeländes zur weiteren Verwendung durch die Uni an den Freistaat übergeben. Von 2025 bis 2027 werden im Süden Wohnungen errichtet.

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