Comedian

Atze Bauer rockt das Schlossgewölbe in Höchstadt

Höchstadts bekannter Spaßmacher präsentierte sein neues Programm "Lacht mal Lieder". Auch ein paar Seitenhiebe auf seine Heimatstadt blieben nicht aus.
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Atze Bauer traf am Freitag mit seinem neuen Programm den Lachnerv seiner Höchstadter Fans. Fotos: Evi Seeger
Atze Bauer traf am Freitag mit seinem neuen Programm den Lachnerv seiner Höchstadter Fans. Fotos: Evi Seeger
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Wenn "Atze" an Donald Trump fest macht, "dass man auch mit einer beschissenen Frisur Erfolg haben kann", ist das der Brüller schlechthin. Schließlich ist die extravagante Haartracht seit Jahren das Markenzeichen des Höchstadter Liedermachers.

Unter der Ägide des Arbeitskreises Kultur (Akku) stellte Atze Bauer im Schlossgewölbe sein neues Programm "Lacht mal Lieder", vor. Aug in Aug mit seiner eingeschworenen Fan-Gemeinde, der er einen lustigen Abend schenkte.

"Gerade, dass er nicht so super professionell ist, macht den besonderen Charme aus", fand ein Besucher aus Erlangen. Atze hat - nach eigenen Worten - noch nie ein neues Programm gemacht. Nonsens-Lieder und Blödeleien - allesamt aus eigener Feder - kommen heraus, wenn Atze Bauer in die Saiten seiner Gitarre greift. Ein ums andere Mal fragt sich der Zuhörer: Fällt ihm das spontan auf der Bühne ein? Nein, das sei praktisch die Ernte der letzten drei Jahre, sagt der 53-Jährige im Gespräch. Er arbeite richtig an seinen Songs und Texten. "Eine Eingebung habe ich eher selten!" Das sei "ein dynamisches Programm, das sich im Lauf der Zeit verändert".

Das wird besonders deutlich, wenn zwischen den Zeilen Kritik herauszuhören ist. So im Lied über seine - so darf doch angenommen werden - geliebte Heimatstadt. Die "mit dem schönsten Altstadtfest weit und breit", aber auch die, "wo das Aischparkcenter bald alles platt macht".
Dass er momentan "etwas sad drauf ist", ist während des gut zweistündigen Programms allerdings nicht zu spüren. Da reimt sich schnell mal Biber auf Kiefer und seinen Zahnarzt. Und natürlich wird ein Lied draus, wenn Atze mit seinem "Volkswagen Diesel" in den Urlaub fahren will und der tut's nicht. "Das kannst noch drei Wochen spiel'n, dann ist das Thema gegessen", hatte er sich anfangs gedacht. "Jetzt spiel ich des scho zwa-ahalb Johr!".

Auch schauspielerisch hat er einiges drauf: "Heut is Votertog, heut ist Komasaufen", gröhlt er ins Mikro. Ein besonderer Lacherfolg ist die Story von dem Babybett bei Ikea. "Das gibt's zum halben Preis, vorausgesetzt du bist schwanger. Du musst in den Prospekt neischiffen und des Programm wird sichtbar", hat Atze rausgefunden. Eine wahre Geschichte übrigens, allerdings nur in Schweden zu nutzen.

Nun wären Atze und seine "Band Sony" eigentlich schon abendfüllend. Aber am Ende hatte er noch eine "Überraschung" parat. Zwei Musikerfreunde aus Hof - Chupp (Bass) und Maertel (Martin) Monroe. "Are you ready for Rock'n Roll?" Maertel trommelte sich die Seele aus dem Leib. Hatte das altehrwürdige Gemäuer eigentlich schon zuvor solche Risse?
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