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Höchstadt a. d. Aisch
Bauen

Am Kieferndorfer Weg in Höchstadt sollen neue Wohnungen und ein Aparthotel entstehen

Am Kieferndorfer Weg, gegenüber des Aischpark-Centers, soll eine Wohnanlage mit bezahlbaren Wohnungen, Apartmenthotel, Tagespflege und Pflegestützpunkt entstehen. Am Montag hat der Forchheimer Investor das Projekt vorgestellt.
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Eine Wohnanlage mit sechs Gebäuden soll am Kieferndorfer Weg entstehen. Auf dem Musterbild sind vier Geschosse abgebildet.  Die Gebäude, die in Höchstadt entstehen, sind jedoch dreigeschossige Häuser ohne Penthouse.  Vorlage: Projekt Bauart
Eine Wohnanlage mit sechs Gebäuden soll am Kieferndorfer Weg entstehen. Auf dem Musterbild sind vier Geschosse abgebildet. Die Gebäude, die in Höchstadt entstehen, sind jedoch dreigeschossige Häuser ohne Penthouse. Vorlage: Projekt Bauart
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Bezahlbare Wohnungen sind auch in Höchstadt knapp. Ein Wohnprojekt am Kieferndorfer Weg soll diese Not bald lindern: Das Forchheimer Immobilienunternehmen Projekt Bauart plant schräg gegenüber des Aischpark-Centers eine Wohnanlage mit geförderten Wohnungen, Apartmenthotel, Tagespflege und Pflegestützpunkt der Caritas. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Projekt Bauart ist ein Tochterunternehmen einer VR-Bank. "Das ist die Basis, weshalb wir langfristig Projekte entwickeln können", sagt Geschäftsführer Thomas Siebenhaar.

Eigentümer des Grundstückes ist die Höchstadter Kirchenstiftung "Nicolai-Benefizium", die seit über 1000 Jahren besteht. Ein Grundsatz der Stiftung: Der Besitzstand muss gewahrt werden. Das heißt, Grund und Boden der Stiftung dürfen nicht einfach verkauft oder getauscht werden, erklärt Höchstadts Pfarrer Kilian Kemmer. Auf Basis des Erbbaurechtes werden die Bauplätze der neuen Wohnanlage erschlossen und anschließend für einen Zeitraum von 99 Jahren verpachtet.

Tagespflege und Pflegestützpunkt

Pfarrer Kemmer hat als Vorsitzender des Caritasverbandes Erlangen/Erlangen-Höchstadt mit der neuen Wohnanlage gleich doppelten Grund zur Freude: In einem Gebäude Richtung Kieferndorfer Weg sollen eine Tagespflege (200 bis 250 Quadratmeter) und ein mobiler Pflegestützpunkt (70 bis 80 Quadratmeter) der Caritas unterkommen.

In einem zweiten Gebäude an der Straßenseite Richtung Kieferndorfer Weg soll das "Aparthotel Arivo" entstehen. Rund 30 bis 35 fertig eingerichtete Apartments (ca. 33 Quadratmeter je Apartment) sind in dem Gebäudekomplex geplant, "ausreichend, um dort einige Monate zu bleiben", sagt Siebenhaar. Die Belegungsdauer ist für längere Zeit, bis zu sechs Monate, ausgerichtet. Im April dieses Jahres hat in Forchheim gegenüber des Bahnhofes ein solches "Arivo Aparthotel" eröffnet. Zielgruppe dort sind vor allem Geschäftsreisende. Ähnlich solle das auch in Höchstadt sein: Mitarbeiter der umliegenden Betriebe, Messe-Besucher, Schüler der Fachakademie oder Referendare: Sie alle sollen Zielgruppe des Apartmenthotels sein.

Herzstück der Anlage sollen die geförderten und barrierefreien Wohnungen sein. Diese entstehen hauptsächlich in den vier Gebäuden an der Nordseite des Grundstückes, ein Teil davon kommt in den zwei Gebäuden Richtung Kieferndorfer Weg unter. 30 Zweizimmerwohnungen (je 50 Quadratmeter), 18 Dreizimmerwohnungen (je 75 Quadratmeter) und 18 Vierzimmerwohnungen (je 90 Quadratmeter) sollen verteilt auf insgesamt sechs Gebäude entstehen.

Besonders Senioren sollen von den Zweizimmerwohnungen profitieren, sagt Bürgermeister Gerald Brehm (JL). Für die Wohnungen gibt es drei verschiedene Förderstufen (siehe Infokasten unten).

Ein Schallgutachten liege bereits vor, das Landratsamt habe den Standort auf Geruchsimmissionen geprüft. Immerhin befindet sich direkt nebenan ein Reitstall. Auf der Wiese, auf der die Wohnanlage entstehen soll, sind jetzt noch die Koppeln. Inhaberin Sylvia Gros steht dem Wohnprojekt "aufgeschlossen gegenüber". Überrascht sei sie von den Plänen nicht gewesen. Eine Wohnanlage mache zumindest Sinn.

Wann es mit dem Bau losgehen soll, steht noch nicht genau fest. Bis alle Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange eingegangen sind, rechnet Brehm ungefähr mit einem dreiviertel Jahr. Am Montagabend hat der Stadtrat über die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes entschieden.

Die drei Förderstufen für die neuen Wohnungen am Kieferndorfer Weg

Mietkosten Je nach Förderstufe kostet eine Zweizimmerwohnung zwischen 285 (Stufe I) und 385 (Stufe III) Euro Kaltmiete, eine Dreizimmerwohnung zwischen 427 (Stufe I) und 577 (Stufe III) Euro Kaltmiete und eine Vierzimmerwohnung zwischen 513 (Stufe I) und 693 (Stufe III) Euro Kaltmiete.

Einkommensberechnung Wie die Förderstufen berechnet werden, ist abhängig von der Haushaltsgröße. So liegen beispielsweise bei einem Einpersonenhaushalt die Grenzen für die Einkommensstufen bei jährlich netto 14 000 Euro (Stufe I), 18 300 Euro (Stufe II) und bei 22 600 Euro (Stufe III). Je nach Förderstufe werden für jede weitere haushaltsangehörige Person zwischen 4000 und 8500 Euro angerechnet und zuzüglich für jedes Kind zwischen 1000 und 2500 Euro. Bei Stufe II und III gibt es noch eine Zusatzförderung (Verminderung um ein bzw. zwei Euro je Quadratmeter monatlich).

frQuelle: Projekt Bauart

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