Höchstadt a. d. Aisch

Am Kellerberg rücken die Bagger an

Die historische Kegelbahn am Petersbeck-Keller wird runderneuert - EU-Fördermittel machen's möglich.
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Hans Joachim Leiss und die anderen Mitglieder des Kellerbergvereins Höchstadt sind froh. Froh, dass nun endlich etwas mit der historischen Kegelbahn am Petersbeck-Keller passiert. "Wir haben lange darauf gewartet", sagt Leiss.

Klar ist ihm allerdings, dass der Umbau des städtischen Kellerhauses Vorrang hatte, in dem der Verein ein Zuhause gefunden hat. "Die Kegelbahn ist zwar eine Attraktion, wird aber nicht oft genutzt", erklärt Leiss.
Mit Hilfe von Fördergeldern aus der EU hat sich die Stadt Höchstadt nun daran gemacht, die alte Spielstätte wieder auf Vordermann zu bringen. Das läuft aber nur in enger Absprache mit dem Denkmalschutz. "Die Bahn soll nicht einfach abgerissen werden. Man versucht, so viel wie möglich zu erhalten", so Leiss.

Kosten: rund 50   000 Euro

Das bestätigt auch das Bauamt in Höchstadt.
Rund 50   000 Euro kostet die Sanierung, die Hälfte davon muss die Stadt tragen. Die andere Hälfte stellt die Lokale Aktionsgruppe Aischgrund aus EU-Mitteln zur Verfügung.
Zunächst werden das Fundament und die Bodenplatten der Kegelbahn abgetragen. Das Dach hat der Kellerbergverein bereits vor zwei Wochen abgedeckt. "Die mit Moos bewachsenen Betonziegel waren wohl nicht erhaltenswert", sagt Leiss.

Wie das Bauamt mitteilt, bekommt die Bahn nun die selben Ziegel wie das Kellerhaus. Bis zum Kellerfest soll die Kegelbahn nun wieder sicher stehen: Zimmermann- und Dachdeckerarbeiten müssten demnach bis Anfang August abgeschlossen sein. Im Anschluss folgt noch der Feinschliff an dem alten Gebäude.

Die Bagger haben sich gestern an die Arbeit gemacht. Allerdings ist Vorsicht geboten. Denn allzu schweres Gerät könnte den Kellern des Kellerberges gefährlich werden. Bei der Renovierung ergeben sich noch weitere Schwierigkeiten, wie Leiss erläutert. Bäume haben etwa die Lauffläche angehoben, außerdem sei die Decke der Bahn zu niedrig.

"Die Verschönerung des Kellerberges ingesamt ist ein Anliegen des Bürgermeisters und wir unterstützen das", sagt Leiss. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei hervorragend. Die mit einigen anderen Kellerhausgemeinschaften hingegen, sei durchaus noch ausbaufähig. "Wir sind offen für Gespräche", so Leiss. Ihm sei es vor allem wichtig die Tradition des Kellerberges zu erhalten. Derzeit habe der Verein viel jungen Nachwuchs, der sich weiterhin um die Belange kümmern könne.

Die Instandsetzung der Kegelbahn sei nun ein zweiter Schritt. Der erste war die Renovierung des Petersbeck-Kellerhauses. "Rund vier Jahre hat es ingesamt gedauert, bis es beziehbar war", sagt Leiss. Das Haus erfreue sich sehr großer Beliebtheit.

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