Herzogenaurach

Alte Häuser bei der Steinernen Brücke abgerissen

Neben der Steinernen Brücke werden am Eingang zur Schütt in Herzogenaurach zwei baufällige Häuser abgerissen. Auf dem Areal will Axel Deistler ein neues Gebäude errichten. Und die "Kleine Welt" soll an der Aurach eine Terrasse bekommen.
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Axel Deistler vor den Resten des baufälligen Hauses an der Schütt in Herzogenaurach. Foto: Bernhard Panzer
Axel Deistler vor den Resten des baufälligen Hauses an der Schütt in Herzogenaurach. Foto: Bernhard Panzer
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Marode Ziegel, die beim Abnehmen zerbröselten, faule Holzbalken und Schimmel - so sahen die beiden Häuser an der Ecke der Schütt zur Steinernen Brücke aus, als der Besitzer mit dem Abbruch begann. Dass die baufälligen Häuser, die wahrlich kein schöner Anblick mehr waren, jetzt verschwinden, gefällt auch dem Bürgermeister. Denn dann könne das Areal gegenüber dem Lebenshilfe-Wohnheim optisch aufgewertet werden, sagte er in der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend.

Das Areal gehört dort Axel Deistler, dem Wirt und Besitzer der "Kleinen Welt". Er will nach dem Abbruch der maroden Nachbargebäude den Platz dort nicht leer lassen, sondern wieder ein Haus errichten. Über die Nutzung äußert er sich noch nicht, das werde noch entschieden, sagte er am Donnerstagvormittag auf der Baustelle. Erst werde er das noch mit dem Rathaus abstimmen.
Auf jeden Fall wolle er dort, nach der Steinernen Brücke, ein schmuckes Tor zur Innenstadt schaffen. Susanne Strater vom Bauamt sagte in der Sitzung: "Es soll was schönes hin".

Und auch German Hacker ist sich der Bedeutung des Areals an für das südliche Altstadtgebiet bewusst. Das sei dort eine Schlüsselstelle. Hacker: "Freuen wir uns drauf".

Denkbar ist dort Vieles, da es sich um Mischgebiet handelt. Das reicht vom reinen Wohnen bis zum nicht "störenden Gewerbe", wie Anja Wettstein vom Planungsamt der Stadt sagte. Dazu würden beispielsweise auch Büros, Gastronomie oder Beherbung zählen. Ein Biergarten soll in dem Bereich an der Straße jedenfalls nicht entstehen. Das hat Axel Deistler ausgeschlossen. Gleichwohl denke er an der Rückseite zur Aurach hin an eine Fläche für eine Außengastronomie für sein Lokal "Kleine Welt" , das er seit 1991 führt. Für eine Terrasse am Fluss könnte nach dem Abriss der alten Gebäude schon Platz sein. Das sieht auch Bürgermeister German Hacker so. Der Streifen an der Aurach böte eine Chance hierfür, sagte er in der Sitzung.

An der Fassade des Abbruchhauses zur Aurach hin ist übrigens ein Schild angebracht, das den Hochwasserstand aus dem Jahr 1941 anzeigt. "Das bekommt der Heimatverein", sagte Deistler. Dessen Vorsitzender Klaus-Peter Gäbelein hatte sich dafür interessiert, damit diese Erinnerung an das Jahrhunderthochwasser nicht verloren geht.

Das vordere Haus hat auch etwas zu erzählen. Dort soll vor langer Zeit ein Friseur untergebracht gewesen sein, der das Haus gleichzeitig als Ziegenstall nutzte, erzählte Deistler. Damals sprach man vom "Gasstallboder".

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