Höchstadt a. d. Aisch
Sicherheit

Aischbrücken-Sanierung für 59 000 Euro

Die hölzerne Fußgängerbrücke am Kreisverkehr beim Höchstadter Ortsteil Medbach ist nach 13 Jahren morsch geworden.
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Damit keine Holzschutzmittel in die Aisch tropfen, wurde die Brücke am Medbacher Kreisel für die Sanierung aus ihrer Verankerung gehoben und aufs Trockendock gelegt. Foto: Andreas Dorsch
Damit keine Holzschutzmittel in die Aisch tropfen, wurde die Brücke am Medbacher Kreisel für die Sanierung aus ihrer Verankerung gehoben und aufs Trockendock gelegt. Foto: Andreas Dorsch
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Brücken brauchen in unseren Breiten regelmäßige Pflege, wenn sie lange halten sollen. Das gilt besonders für Holzkonstruktionen. So investiert in diesen Tagen der Landkreis Erlangen-Höchstadt knapp 60 000 Euro in die Brücke, die den Rad- und Fußweg entlang der Schönwetterstraße am Medbacher Kreisel über die Aisch führt.

13 Jahre ist die Holzbrücke inzwischen alt, die damals zusammen mit der Schönwetterstraße gebaut wurde. "Holz muss regelmäßig gestrichen werden", sagt Gerhard Köhler vom zuständigen Sachgebiet Tiefbau im Landratsamt. Bei dieser Brücke am Kreisverkehr war aber nicht nur ein neuer Anstrich nötig, aus Sicherheitsgründen mussten der teilweise schon morsche Belag ausgetauscht und die Handläufe erneuert werden.

Umweltschutzauflagen sind übrigens die Ursache dafür, dass die Brücke nicht an Ort und Stelle saniert, sondern von einem Autokran von ihren Widerlagern auf eine Art Trockendock gehoben wurde. Unter der Brücke hätte sonst ein Gerüst angebracht werden müssen um sicher zu stellen, dass bei den Streicharbeiten keine Farbe in die Aisch getropft wäre. Auch für die Sicherheit der Arbeiter wäre der Unterbau nötig gewesen.

Laut Gerhard Köhler vom Landratsamt hätte diese Absicherung einen fünfstelligen Betrag verschlungen. Da sei es deutlich günstiger gewesen, die Brücke abzuheben und "an Land" sanieren zu lassen.

Die Kosten für den Autokran sind auf 7000 Euro veranschlagt. Die Malerarbeiten vom Heroldsbacher Fachbetrieb Müller schlagen mit 6000 Euro zu Buche. Weitaus teurer sind mit 46 000 Euro der neue Bodenbelag der Brücke und die beiden Handläufe.

Die neuen Dielen und die Handläufe werden jetzt aus glasfaserverstärktem Kunststoff ausgeführt. Hier gehen die Hersteller von einer Haltbarkeit von 50 Jahren aus. Die alten Eichenbretter des Fahrbahnbelags am Boden hatten Rillen, in denen das Wasser stehen blieb. Die neuen sollen deutlich witterungsbeständiger sein.

24 Meter ist die Holzbrücke lang, daran wird sich auch nichts ändern. Die Fahrbahn ist drei Meter breit, was auch dem Winterdienst-Fahrzeug des Kreisbauhofs das Überqueren erlaubt. Damit der Autokran neben der Aisch einen festen Stand hat, wurde extra eine Schotterfläche angelegt, die nach Abschluss der Brückensanierung wieder abgeräumt wird. Dann ist die Brücke für die nächsten zehn Jahre präpariert. So lange soll auf jeden Fall der neue Anstrich halten.

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